Projekt Gründerstadt

Die "Gründerstadt Offenbach" ist von der Stadt Offenbach im Jahre 2003 im Rahmen des EU-geförderten Projektes "Citiy of Entrepreneurs") initiiert worden. Von Anfang an war es das Ziel, die Aktivitäten der offenbacher Gründungsförderer zu bündeln und Existenzgründungen in Offenbach zu fördern. In diesem Rahmen wurden mehrere Aktivitäten durchgeführt, über die wir Sie hier informieren.



Bosse als Lehrer (2006)

Die Wirtschaftsjunioren Offenbach führten in Kooperation mit den Handwerksjunioren Rhein-Main die Aktion Bosse als Lehrer durch. Interessierte Schüler oder Lehrer hatten die Möglichkeit, zu verschiedenen Themen Unternehmer einzuladen, z.B.:

  • Bewerbungsunterlagen-Check/Simulation von Vorstellungsgesprächen
  • Speziell für Lehrer (Termine unter www.lb.bildung.hessen.de)
  • Bewerbung branchenspezifisch oder Informationen zur Ausbildungssituation in verschiedenen Branchen
  • Gepflegtes Outfit für die Ausbildung
  • Unternehmen: Rechtsformen, Existenzgründung etc.
  • Wirtschaftsstandort Offenbach
  • Themen im Bereich der Wirtschaftspolitik
  • Außenwirtschaft, Globalisierung
  • Aufbau von Netzwerken
  • Kommunikation und Gespräche
  • Lebenslanges Lernen
  • Erfolg im Beruf
  • Die zukünftige Arbeitswelt
  • Gibt es den "klassischen" Arbeitnehmer noch?

Gründungsmonitor (2006)

Im Rahmen des Gründungsmonitors wurden vor Ort im Gewerbeamt Offenbach Existenzgründer/innen direkt vor oder nach der Gewerbeanmeldung zum Thema "Existenzgründung" befragt. Die dem Bericht zugrunde liegenden 175 Befragungen erfolgten im Zeitraum vom 3. Juli 2006 bis 10. Oktober 2006.


IdeeFix (2006)

Am IdeeFix Wettbewerb in Offenbach am 29. und 30. November 2006 nahmen 62 Schüler/innen aus drei Schulen in Stadt und Kreis Offenbach teil. Die 14-16jährigen erarbeiteten in den Räumen des neuen Offenbacher Gründerzentrums Ostpol Konzepte und Modelle zu der Frage, wie ihr Schulhof, ihre Schule und der anschließende Stadtteil so gestaltet werden können, dass sich alle dort lebenden und arbeitenden Menschen wohl fühlen. Es ging also um die Integration und das Zusammenleben. Die Jugendlichen hatten viele innovative Ideen zu diesem Thema.

Die Vorschläge wurden bewertet von einer hochkarätigen Jury aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Die Schirmherrschaft hatte Birgit Simon, Bürgermeisterin der Stadt Offenbach, übernommen. Den ersten Preis, der mit einem Rundflug dotiert war, erhielt ein Team aus der Weibelfeldschule aus Dreieich mit ihrem ?Vier-Jahreszeiten-Modell?.

Über die Veranstaltung wurde eine umfassende Dokumentation (CD) mit Fotos und einem Bericht erstellt, die kostenfrei bei der Exzept GmbH bezogen werden kann.

Die Veranstaltung wurde durchgeführt von der Entwicklungspartnerschaft EXZEPT im Rahmen der europäischen Gemeinschaftsinitiative EQUAL, gefördet aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.


B-Seite (2006)

Mit einer Publikation zum Thema Kunst und Design in Offenbach portraitierte die Hochschule für Gestaltung ihre Stadt.

Wo ist Offenbach erwähnt, wenn über Design und Kunst gesprochen wird? Leider viel zu selten, obwohl sich hinter der vermeintlich rauhen Schale der Stadt vieles verbirgt, das alles andere als nicht sehenswert ist. Viele Kreative haben sich hier bereits angesiedelt und was sie ihren ortsfremden Kollegen zu berichten haben, wirft ein anderes Licht auf Offenbach am Main, als es die gängigen Klischees über diesen Standort glauben machen wollen. Wenn sich die Städtelandschaft auf einer Single widerspiegeln würde, ließe sich Offenbach auf der zweiten Seite finden? Dort wo die interessanteren und experimentellen Titel zu hören sind.

Die Publikation "B-Seite" stellt ausgewählte Designer und Büros vor und skizziert Offenbach aus Sicht von Gestaltern. Interviews mit Künstlern und Berichte über Designbüros werden komplettiert durch einen ausführlichen Informationsteil zur Existenzgründung und einen Serviceteil mit Tipps und kommentierten Adressen für Ungewöhnliches, das nur Insider kennen, Sehenswertes, Nachtleben, Kultur und Freizeit. Es entstand ein spannendes Portrait der Stadt Offenbach mit Fotos, Reportagen und Erfolgsstories. Kein umfassender Branchenguide oder gewöhnlicher Stadtführer wurde erstellt, sondern ein Einblick in die umtriebigen Offenbacher Szenen und ihre Beziehungen zur Stadt.

Die Redaktion bestand aus Studenten und jungen Diplomanden der Hochschule, die nicht nur ein anderes Offenbach zeigen wollten, sondern durch ihre Arbeit am Magazin viel erfahren haben, was sie der Stadt anfänglich nicht zugetraut hatten. Ebenso mit der Gestaltung und den fotografischen Beiträgen waren Studierende der Hochschule betraut. Statt Offenbach einfach abzubilden, setzte sich das studentische Team zum Ziel, den eigenen Charakter dieses Ortes in ein Magazinformat zu übertragen. Dabei sollten auch Offenbachs widersprüchlichen Seiten nicht verheimlicht werden. Gerade weil Widersprüche für Künstler und Designer inspirierend sein können.

Das Magazin entstand im Rahmen des Projekts "Gründerstadt Offenbach", einer Initiative für die Stadt Offenbach, gefördert durch den Europäischen Sozialfonds. Ziel der Initiative ist es, die Rahmenbedingungen für Gründerinnen und Gründer zu verbessern, um zusätzliche Gründungsaktivitäten anzustoßen. Projektpartner sind, neben der Hochschule für Gestaltung, die Stadt Offenbach, Agentur für Arbeit, Industrie- und Handelskammer, Wirtschaftsjunioren Offenbach, KIZ und Sparkasse Offenbach.

"B-Seite" kann über die Stadt Offenbach und die Hochschule für Gestaltung bezogen werden. Kunst und Design in Offenbach, herausgegeben von der Hochschule für Gestaltung Offenbach, Broschur, 21 x 27,3 cm, 116 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, ISBN 3-921997-50-X, 5 Euro


Gründerinnentagebuch (2006)

In Form von sechs Frauen-Portraits, verbunden mit Reportagen, Interviews, Fachartikeln und Tagebuchaufzeichnungen, stellt das Buch "Gründerinnentagebuch" im "Gründerinnenpart" ein vielseitiges Bild der Existenzgründung ungeschminkt dar. Freude und Leid, Erfolg und Rückschläge, Stress und Zufriedenheit, Höhen und Tiefen im Gründungsprozess werden in erster Person dargestellt und verstehbar. "Der Autorin Nancy Gasper ist es in diesem Buch hervorragend gelungen, die subjektive Seite des Gründungsprozesses nachzuzeichnen und sichtbar zu machen." meinte Birgit Simon, Dezernentin für Soziales und Umwelt der Stadt Offenbach.

Der zweite Teil des Buches, der "Fachpart", beschreibt die Wirkungsweise des "Tagebuchschreibens" als Weg der Selbstreflexion und Selbstevaluation für Unternehmensgründer/innen. Es bietet damit Zugang zu einem neuen und hochinteressanten Instrument der Beratung und Förderung von Gründer/innen.

Das Buch richtet sich an Gründer/innen, an Gründungsberater, Weiterbildner, Wirtschaftsförderer und alle, die an der Weiterentwicklung der Gründungsförderung interessiert sind.