Gründungszuschuss gibt es noch!

Trotz aller Kürzungen: Es gibt noch die Möglichkeit, sich als Empfänger von ALG I mit Unterstützung der Agentur für Arbeit selbstständig zu machen und einen Gründungszuschuss zu beantragen.


"Nach wie vor gibt es die Möglichkeit, sich als Empfänger von Arbeitslosengeld I mit Unterstützung der Agentur für Arbeit selbstständig zu machen und Gründungszuschuss zu beantragen“, so Birgit Günther, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Offenbach. Der Gesetzgeber hat die Voraussetzungen vor mehr als einem Jahr allerdings so verändert, dass es schwieriger geworden ist. Die Vermittlung in Arbeit hat seitdem Vorrang.

Für die Förderung von Existenzgründungen von Beziehern/-innen von Arbeitslosengeld I gilt daher:

- Der Gründungszuschuss kann nur gewährt werden, wenn am Tag der Gründung noch ein Restanspruch auf das Arbeitslosengeld I von mindestens 150 Tagen (bisher 90 Tage) besteht.

- Die Gewährung des Gründungszuschusses liegt im Ermessen der Arbeitsagentur. Greift der Vermittlungsvorrang oder sprechen sachliche Gründe gegen die Gründung, kann der Zuschuss verweigert werden.

- Wie früher muss die Tragfähigkeit der Geschäftsidee durch die Stellungnahme einer fachkundigen Stelle nachgewiesen werden. Zudem muss der Gründungswillige die persönliche Eignung zur Ausübung einer selbstständigen Tätigkeit nachweisen.

- Wird der Gründungszuschuss gewährt, wird er in den ersten sechs Monaten (bisher neun Monate) in Höhe des bisherigen Arbeitslosengeldes plus 300 Euro monatlich gezahlt. In der Folge kann er für weitere neun Monate (bisher sechs Monate) in Höhe von 300 Euro monatlich geleistet werden.

Abschließend rät Birgit Günther: „Wer beabsichtigt, sich selbstständig zu machen, sollte dies in jedem Fall frühzeitig mit der Arbeitsvermittlerin oder dem Arbeitsvermittler besprechen.“

Weitere Informationen: Domstr. 68, 63067 Offenbach, Telefon: 01801 555111, www.arbeitsagentur.de

 

20.05.2013