Hessischer Gründerpreis an Unternehmen aus Frankfurt, Fulda und Seeheim-Jugenheim verliehen

Preisträger und Finalisten des Hessischen Gründerpreises 2013

Nicola Hoensbroech (DeinKindergeschirr.de, Frankfurt), Stephan Jacob, Stefan Kraus und Timo Armbruster (BiteTheBytes.com, Fulda) und Matthias Mämpel (meinsalon.com) sind Sieger in den Kategorien Mutige Gründung, Innovative Geschäftsidee und Geschaffene Arbeitsplätze.

„Existenzgründer sind das Salz in der Suppe, der Nachwuchs für die hessische
Unternehmerfamilie“, mit diesen Worten von Wirtschaftsminister Florian Rentsch
überbrachte der Geschäftsführer der Hessen-Agentur, Dr. Rainer Waldschmidt für
ihn nahm Waldschmidt die Laudatio vor. „Innovative Unternehmen sind von
besonderer Bedeutung, weil sie die hessische Wettbewerbsposition verbessern und
Arbeitsplätze schaffen oder sichern“, sagte Waldschmidt, bevor er die Gewinner
Stephan Jacob, Stefan Kraus und Timo Armbruster von BiteTheBytes.com in Fulda
auszeichnete. In der Kategorie Innovative Gründung wurden außerdem Dr. Bernd
Freyermuth von der LensWare International GmbH in Langen und Markus Schott
von myVALE Schott Othopädie-Schuhtechnik aus Homberg (Efze) geehrt.
Der Laudator für die Kategorie Mutige Gründung, Dr. Frank Martin, Vorsitzender
der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit,
sagte: „Mut ist eine Charaktereigenschaft, die dazu befähigt, sich gegen Widerstand
und Gefahren für eine als richtig und notwendig erkannte Sache einzusetzen. Es ist
nicht Sinn des Gründungszuschusses oder einer Bürgschaft, das Risiko einer
Gründung zu übernehmen. Das Risiko des Scheiterns bleibt und wir prämieren heute
Leute, die dieses Risiko eingegangen sind. Alleine die Tatsache, dieses Risiko
eingegangen zu sein, bedeutet viel Mut.“ Dr. Martin überreichte den Hessischen
Gründerpreis der Gewinnerin Nicola Hoensbroech aus Frankfurt, die einen Online-
Shop für individualisierbares Kindergeschirr gegründet hat. Die weiteren Preisträger
dieser Kategorie sind Dirk Ballerstädt vom Bermuda Billard- und Dartsportcenter
aus Marburg und Sascha Wetzstein von Wetzstein Garten u. Landschaftsbau,
ebenfalls aus Marburg.

In der Kategorie Geschaffene Arbeitsplätze ging der Preis an Matthias Mämpel aus
Seeheim-Jugenheim, der mit seiner proSalon Betriebs GmbH (meinsalon.com) 26
Menschen Arbeit gibt und neun Auszubildende beschäftigt. Die weiteren Preisträger
sind Dr. Robert Lokaiczyk und Dr. Tobias Klug von der wer denkt was GmbH aus
Darmstadt (15 Arbeitsplätze) und Sebastian Rams von der Main-Kinzig-Post aus
Gelnhausen, (10 Arbeitsplätze). Laudator Alois Früchtl, Vorstandsvorsitzender der
Sparkasse Fulda, sagte: „Im Mittelstand entsteht der Großteil der Unternehmen.
Gerade der Mittelstand lebt von Menschen, die sich durch Kreativität und Mut
auszeichnen.“

Die Existenzgründer und -gründerinnen, die es am Dienstagabend (19. November) in
die Finalrunde des 11. Hessischen Gründerpreises geschafft haben, stehen für ein
breites Spektrum neuer Unternehmen: Von klassischen Geschäftsideen wie etwa
Billard- und Dartcenter, Logistik- und Briefdienste oder Gartenbau über
Softwareunternehmen bis zur Friseurschule, einem Online-Shop für individuelles
Kindergeschirr, Online-Verkauf von Maßsandalen oder digitaler Bürgerbeteiligung
haben sich sehr unterschiedliche und interessante Gründer aus ganz Hessen für das
Finale qualifiziert. Allen gemeinsam ist, dass sie für Beschäftigung sorgen: 109
Menschen haben durch die neun Gründerinnen und Gründer Arbeit
gefunden, davon 57 eine Vollzeit- und 12 eine Teilzeitstelle. Außerdem beschäftigen
die Finalisten 22 Minijobber, 10 Auszubildende und acht Freiberufler.
Der Wettbewerbsverlauf aus 97 Bewerbungen (Teilnehmerrekord) hat eine Fachjury 36 Halbfinalisten
bestimmt, die sich Ende Oktober mit einer fünfminütigen Präsentation einer zweiten
Jury vorgestellt haben. Diese hat die neun Finalisten ausgewählt. Die 97 Bewerber
haben zusammen 336 Vollzeitarbeitsplätze geschaffen und beschäftigen
insgesamt fast 559 Menschen in Voll- oder Teilzeit, als Azubis oder Aushilfen. Hinzu
kommen 99 Freiberufler. Die im Halbfinale ausgewählten Gründer haben sich am
Dienstag, 19. November, mit Messeständen einem Fachpublikum aus der
Gründungsförderung präsentiert, das über die Preisträger abgestimmt hat.
Die Finalisten freuen sich über Berichterstattung. Sie unterstützen so die lokale
Wirtschaft, würdigen die individuelle Leistung der Gründerinnen und Gründer und
machen anderen Gründern Mut.

Der Hessische Gründerpreis ist nicht dotiert, der Nutzen für die Teilnehmer besteht
in der öffentlichen Anerkennung ihrer Leistungen, den Netzwerkmöglichkeiten und
der öffentlichen Aufmerksamkeit, die der Preis erfährt. Diese wird durch aktive
Pressearbeit zugunsten der Halbfinalisten, Finalisten und Preisträger unterstützt.
Teilnehmer der vergangenen Jahre berichten immer wieder über steigenden
Bekanntheitsgrad und mehr Aufträge. Der Hessische Gründerpreis hebt sich von
anderen ab, weil er erfolgreiche Gründungen auszeichnet – keine Vorhaben oder
Businesspläne, sondern am Markt tätige Unternehmen. Er will gute Beispiele
hervorheben und Gründungsinteressierten sowie Gründern und Gründerinnen Mut
machen. Deshalb kommt es bei der Auswahl der Preisträger auch nicht allein auf
betriebswirtschaftliche Zahlen wie Umsatz und Gewinn an.


Informationen auf www.gruendertage-hessen.de
Bilder-Download https://www.dropbox.com/sh/8m61t358eatcmtj/6CrKp9FrR4

19.11.2013