Gründerportraits

Wir möchten Ihnen erfolgreiche Gründer und Gründerinnen aus Offenbach vorstellen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Gründerinterview Christian Wolf

Wer steckt hinter der Firma Insel Sanitär- & Heizungstechnik e.K.?

Die Firma Insel ist ein kleines Unternehmen im Sanitär-& Heizungsbereich. Der Handwerksbetrieb besteht schon seit 1903 und wurde im Sommer von Christian Wolf als neuer Inhaber übernommen.


Was genau macht Dein Unternehmen und gibt es seit der Übernahme Neuerungen?

Wir haben uns auf Sanitärumbauten spezialisiert. Sei es ein neues Badezimmer im Bereich Wellness oder aber barrierefreie Bäderumbauten. Selbstverständlich betreuen wir aber auch kleinere Umbauten, wie z.B. der   Austausch einzelner Objekte. Einen weiteren Fokus haben wir auf den Bereich der Heizungstechnik gelegt, in dem wir unsere Kunden von der Planung bis zum Austausch betreuen. Bei Bestandsanlagen führen wir Reparaturen und Wartungen aus. Kontrollierte Wohnraumlüftung und die Nutzung von regenerativen Energien werden für die Kunden immer wichtiger. Auf dieses Thema gehen wir nun vermehrt ein und beraten unsere Kunden in der Wahl passender Möglichkeiten, die wir dann auch gerne realisieren.

 

 

Aus welcher Situation hast Du das Geschäft übernommen?

Ich habe sechs Jahre  als  Projektleiter in einem Beschäftigungsverhältnis gearbeitet und dabei vielfältige Erfahrungensammeln können. Aber ich merkte schnell, dass die Aufstiegsmöglichkeiten begrenzt waren.Die Firma Insel kannte ich schon viele Jahre. Der vorherige Inhaber hat mich angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, die Firma weiterzuführen, da er sich zur Ruhe setzen wollte. Ohne zu zögern, nahm ich die neue Herausforderung an.

 

Gab es Vorbilder oder eine besonderen Auslöser für Deinen Schritt in die Selbstständigkeit?

Das Sanitärhandwerk liegt in der Familie. Mein Großvater war mein Vorbild, auch er war schon als „Klempner“ selbstständig.

 

Wie läuft Dein Unternehmen jetzt? Wohin soll es sich einmal entwickeln?

Die Kunden sind bei uns auch in Zukunft sicher aufgehoben. Das Unternehmen konnte seit der Übernahme ohne Ausfälle weitergeführt werden – wir haben unseren Kundenstamm sogar schon erweitert. Unser Ziel ist es nun, gesund weiter zu wachsen.

 

Was waren die größten Herausforderungen, die Du überwinden musstest?

Im Juli 2020 startete ich als neuer Inhaber mitten im ersten Lockdown. Dies sorgte erstmal für eine große Unsicherheit, die wir aber überwunden haben. Wir haben den Start echt gut gemeistert. Eine weitere Hürde waren die vielen bürokratischen Herausforderungen, die zur Übernahme des Betriebes nötig waren.

 

Wer hat Dich begleitet oder unterstützt auf Deinem Weg?

Die Handwerkskammer hat mich auf meinem Weg professionell beraten und unterstützt. Sie haben mir bei Planung sehr geholfen.

 

Warum haben hast Du Dich für eine Übernahme in Offenbach entschieden?

Der Wirtschaftsstandort Offenbach ist sehr reizvoll und seine Entwicklung bleibt weiter spannend. Außerdem wurde ich ja vom Inhaber der Firma direkt angesprochen – bei der Übernahme eines Traditionshandwerksbetriebes, der seit 1903 immer in Offenbach ansässig war, war es nur selbstverständlich ihn auch hier weiterzuführen.

 

Welchen Tipp hast Du für andere Nachfolger?

Seinen Businessplan wirklich Schritt für Schritt abzuarbeiten, um sich seinen Weg und das Ziel immer vor Augen zu halten. 

 

Kontakt:

Insel Sanitär und Heizungstechnik e.K. Christian Wolf

069/81 42 38

info@insel-shk.de

www.insel-shk.de


                         

 

 


Gründerinterview von Tamara Pešić

Wer steckt hinter Studio Tamara Pešić?
Studio Tamara Pešić ist ein interdisziplinäres Studio für nachhaltiges Produkt- & Interior Design, mit einer Werkstatt und Showroom im Offenbacher Nordend. Sobald es wieder möglich ist, wird es auch Workshops geben.

Was genau macht Ihr Startup und was ist das Besondere an Ihrer Geschäftsidee?


Ich widme mich vor allem der Schnittstelle Food & Design. Essen und unser Umgang damit, sind in meiner Arbeit essentiell. „A Pinch Of Salt“ umfasst u.a. Küchengefäße aus Keramik zur ressourcenbewussten Lagerung und Haltbarmachung / Fermentierung. Das Projekt richtet sich gegen Lebensmittelverschwendung und steht für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln. In meinem Studio verbinde ich Theorie & Research mit praktischer Arbeit. Neben dem Hauptprojekt arbeite ich an verschiedenen Design–und Interior–Projekten und bin auch beratend tätig.


Aus welcher Situation haben Sie sich selbstständig gemacht?


Ich bin nach meinem Diplom erstmal für ein halbes Jahr nach Kopenhagen gezogen, um bei Studio David Thulstrup neue Arbeitserfahrungen zu sammeln. Kurz nach meiner Rückkehr ging auch schon die Pandemie los. Ich nahm diesen Umwurf zum Anlass, nochmal darüber nachzudenken und trotz der schweren Rahmenbedingungen den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen. Ich entwickelte in der Zeit „A Pinch Of Salt“ weiter und bewarb mich damit für das Hessen Ideen – Stipendium – mit Erfolg.


Gab es Vorbilder oder eine besonderen Auslöser für Ihren Schritt in die Selbstständigkeit?


Meine Lieblingsorte als Kind waren das Atelier meines Onkels und die Küche meiner Großmutter –beim Malen und Mischen der Farben zuzusehen, faszinierte mich ebenso wie die Kompositionen, die
in der Küche entstehen. Sie begleiten mich heute noch in meiner Arbeit, beide auf sehr unterschiedliche Weise. Ich habe schon immer sehr selbstbestimmt gearbeitet und fand es wichtig, meine Zeit und Projekte selbst zu gestalten. Während meines Auslandssemesters vor vier Jahren, begann ich in Japan mit Ton zu arbeiten.


Wie läuft Ihr Startup jetzt? Wohin soll es sich einmal entwickeln?


Die Renovierungsarbeiten des Studios waren ziemlich zeitintensiv. Bis ich wieder Workshops anbieten kann, nutze ich die Zeit für Planung, Organisation und Produktion. Ziel ist eine Mischung aus verschiedenen Arbeitsformaten und Workshops, die sich um Keramik und Fermentation drehen, um die es in meinem Kernprojekt »A Pinch Of Salt« geht. Meine Produktfamilie wird außerdem in einer
Manufaktur im Westerwald produziert werden.


Was waren die größten Herausforderungen, die Sie auf Ihrem Gründungsweg überwinden mussten?


Häufig unterschätzt man den Zeitaufwand und benötigtes Kapital. Der Aufbau eines Studios mit Werkstatt, inkl. Maschinen, Geräten und Materialien ist sehr kostenintensiv. Obwohl der Laden aufgrund der derzeitigen Lage zu ist und keine Workshops stattfinden können, muss ich jeden Monat genug Geld für die Miete aufbringen, was im Moment noch eine ziemliche Herausforderung ist.


Wer hat Sie begleitet oder unterstützt auf Ihrem Weg?


Die wichtigste Unterstützung kam von meiner Familie und Freund*innen. Meine Eltern haben mich von Beginn an unterstützt, wofür ich sehr dankbar bin. Genauso meine Freund*innen, die eine wichtige Säule für mich sind. Wichtig sind auch Startprogramme wie Hessen Ideen und GroundFloor, die all das ermöglichen.


Warum haben Sie sich für Offenbach entschieden?


Ich habe es komischerweise immer kategorisch ausgeschlossen, in Offenbach oder Frankfurt zu bleiben, weil ich immer neue Orte erfahren wollte. Ich merkte jedoch nach einigen Stationen, dass Offenbach doch die perfekte Basis zum Gründen ist. Offenbach ist für mich eine sehr echte / bodenständige und auch vielfältige Stadt.


Welchen Tipp haben Sie für andere Gründer?


An sich und die Idee glauben und sich nicht entmutigen lassen, von Herausforderungen, Zweifeln und Fehlern, die zum Prozess gehören. Eine sorgfältige Planung ist wichtig, aber man muss auch Alternativszenarien durchspielen, um auf unvorhersehbare Veränderungen reagieren zu können.


Kontakt:
Studio Tamara Pešić / A Pinch Of Salt
mail@tamarapesic.de
www.tamarapesic.de
www.apinchofsalt.de

Gründerinterview mit Chris Kaiser von Click A Tree

Ich bin Chris, lebenslustiger Weltreisender, der auf fünf Kontinenten gelebt und gearbeitet hat. In Thailand (2012-2017) habe ich sehr eng mit Elefanten gearbeitet. Und weil deren größtes Problem der Verlust von Lebensraum ist, habe ich Click A Tree gegründet.

Was genau macht Dein Startup und was ist das Besondere an Eurer Geschäftsidee?

Wir pflanzen Bäume. Bäume kreieren Lebensraum für bedrohte Tierarten, bekämpfen den Klimawandel und schaffen
Arbeitsplätze für lokale Kommunen. Nur drei der zahlreichen Vorteile – insgesamt unterstützen wir 16 der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Das Besondere ist, dass wir unsere Idee und damit Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren. Beispiel: wir arbeiten mit Gastronomen zusammen (hier in Offenbach u.a. Tafelspitz, Hafen 2 und Swana Cafe). Wer dort das speziell ausgezeichnete „Food for Future“ bestellt, pflanzt bereits einen Baum. Ganz einfach – und lecker!

Aus welcher Situation hast du dich
selbstständig gemacht?


Das war nicht geplant. In Thailand begann ich, Bäume zu pflanzen, um den Tieren Lebensraum zu bieten. Die Idee fand viel Anklang, und so entstand erst eine Webseite, und 2018 das Unternehmen dazu.

Gab es Vorbilder oder eine besonderen Auslöser für deinen Schritt in die Selbstständigkeit?


Da ich eigentlich nie gründen wollte, gab es speziell dafür keine Vorbilder. Aber natürlich gibt es Menschen, die mich motivieren – von Persönlichkeiten wie Di Caprio oder Musk hin zu meinen ehemaligen
Chefs, deren Führungsstil ich sehr bewundere. Bezüglich Wachstumsambitionen: Jeff Bezos. Er hat mit Amazon ein globales Imperium aufgebaut. Wenn wir ihm das mit Bäume pflanzen nachmachen, wäre das schon nicht schlecht... (Unter besseren Arbeitsbedingungen, versteht sich.)


Wie läuft dein Startup jetzt? Wohin soll es sich einmal entwickeln?


Wir sind zu viert und haben bereits über 100.000 Bäume gepflanzt – ein fantastisches Ergebnis für ein so junges Unternehmen. Verglichen mit der globalen Herausforderung, ist das aber erst ein Anfang. Allein dieses Jahr pflanzen wir weitere 100.000 Bäume, nächstes Jahr sollen es schon eine Million sein und 2025 pflanzen wir eine Milliarde Bäume. Wer uns bei dieser ambitionierten Mission unterstützen möchte, darf sich gerne melden. Kooperationspartner, Mitarbeiter oder Ideengeber – jede Art von Hilfe ist stets willkommen!


Was waren die größten Herausforderungen, die du auf deinem Gründungsweg überwinden musstest?


Größte Hürde ist der innere Schweinehund. Wer den besiegt, und von „träumen“ auf „machen“ umschaltet, meistert viele Herausforderungen. Wer zuhause sitzt und jammert, dass niemand sein Startup kennt, kommt nicht weit. Wer eine Webseite baut und den Link täglich an 100 Leute schickt, wird Erfolg haben.


Wer hat dich begleitet oder unterstützt auf deinem Weg?


Neben meinem großartigen Team sind das mein Mentor Dr. Paul Blazek (hat selbst milliardenschwere Startups aufgezogen und ist 2019 auch bei Click A Tree eingestiegen), mein Offenbacher Mentor
Kees Jan Borsma, der viele Jahrzehnte Vertriebs- und Teamführungserfahrung mitbringt, und Dutzende weitere Freunde, Bekannte und Mentoren, welche mir stets mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Ganz besonders: Die beiden „Dream Developer“ Harald Katzenschläger und Hermann Gams. Sie helfen mir dabei, größer zu denken, als ich mir das jemals zugetraut hätte. Nur, wer groß denkt, wird
auch Großes bewirken.


Warum hast du dich für Offenbach entschieden?


Zugegeben –vorwiegend, weil meine Freundin hier lebt. Doch seit ich Offenbach besser kennenlerne, schätze ich die Internationalität und die Art der Menschen extrem. Wie ein Frankfurter
Freund mal sagte: „Schon großartig hier, diese Offenheit in Offenbach.“


Welchen Tipp hast du für andere Gründer?


Just do it – einfach machen! Die allermeisten Ideen scheitern, weil sie nie in der Praxis erprobt werden. Und das ist doch extrem schade.


Kontakt:
Click A Tree, Chris Kaiser
chris@clickatree.com
Und hier gibt es einen gratis Baum:
clickatree.com/gratis

Gründerinterview mit Marius Mersinger von zeltHAUS

Notunterkünfte bestehen seit es politische Krisen oder Naturkatastrophen gibt. Neue Standards setzen die Gründer von zeltHAUS® mit recycelten, gedämmten und modularen Unterkünften.

Wer steckt hinter zeltHAUS®?
Wir sind ein Gründerteam bestehend aus Marius Mersinger, Fabian Hegner und Jonas Eiden. Wir alle suchen Sinnhaftigkeit in unserem Tun und Handeln und möchten helfen, wo Hilfe notwendig ist. Durch
die Unterstützung sozialer Projekte setzen wir unser Wissen und unsere Erfahrung für die Gesellschaft gewinnbringend ein.

Was genau macht Ihr Startup und was ist das Besondere an Ihrer Geschäftsidee?
Das zeltHAUS® ist eine nachhaltige und temporäre Unterkunft, die als Notunterkunft in humanitären Krisen, aber auch bei Veranstaltungen oder diversen Outdooraktivitäten zum Einsatz kommen kann. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Zelt ist es gedämmt, so dass es wie ein Haus vor jedem Klima und zu jeder Jahreszeit Schutz bietet. Durch seine modulare Bauweise kann es in seiner Größe individuell angepasst werden. Neben dem kompakten Transport kann es aufgrund seines innovativen und durch ein Gebrauchsschutzmuster geschütztes Faltsystem einfach und ohne jegliche Vorkenntnisse in kürzester Zeit aufgebaut werden. Dabei besteht das zeltHAUS® aus einem neuartigen Mono-Material. Es handelt sich um recyceltes PET, welches nach seiner Verwendung erneut recycelt oder wiederverwendet werden kann. So wird unser Ziel – allen Menschen in Not ein würdiges Zuhause zu bieten – unserem Anspruch auf Nachhaltigkeit gerecht.


Aus welcher Situation haben Sie sich selbstständig gemacht?
Im Juli dieses Jahres haben wir das Hessen- Ideen-Stipendium erhalten, welches uns finanziell den Rücken frei hält. Zudem unterstützt uns das Stipendiaten-Programm inhaltlich wie fachlich bei der
Arbeit am zeltHAUS®. Schritt für Schritt kommen wir so zu unserem gemeinsamen Ziel.


Gab es Vorbilder oder eine besonderen Auslöser für Ihren Schritt in die Selbstständigkeit?

2016 besuchten Jonas und ich mit dem Team Desert Taxi das durch die Medien bekannt gewordene Flüchtlingslager in Idomeni (Griechenland), um dort mit regional gesammelten Sachspenden zu unterstützen. Bei unserem Besuch konnten wir uns einen Eindruck von der katastrophalen Unterbringungssituation in temporären Lagern dieser Art machen. Bereits auf der mehrstündigen Weiterfahrt wurde viel über temporäre Notunterkünfte diskutiert und nach neuen Lösungen gesucht. Das Resultat: zeltHAUS®.


Wie läuft Ihr Startup jetzt? Wohin soll es sich einmal entwickeln?
Aktuell arbeiten wir mit Hochdruck an der Umsetzung des Prototypens und führen Gespräche mit potenziellen Kunden. Wir hoffen, dass wir mit unserem Tun Menschen in Not ein würdiges Zuhause
ermöglichen.

Was waren die größten Herausforderungen, die Sie auf Ihrem Gründungsweg überwinden mussten?
Die Idee für das zeltHAUS® besteht ja schon seit 2016. Neben Studium und Arbeit war es sehr schwierig Zeit und Geld für die Weiterentwicklung und Gründung aufzubringen. Jetzt ist es soweit und wir
können durchstarten. Unsere aktuelle Herausforderung ist es, das zeltHAUS® auf dem Markt zu platzieren. Wir befinden uns momentan mitten im Prozess der Kontaktaufnahme zu NGOs und Hilfsorganisationen.


Wer hat Sie begleitet oder unterstützt auf Ihrem Weg?
Unterstützt werden wir durch die Frankfurt University of Applied Sciences und von der Forschungsgruppe Fabric Foam Textiler Leichtbau, in der die Idee, zusammen mit Frau Prof. Claudia Lüling, entwickelt
wurde. Außerdem haben wir uns dieses Jahr für den Hessischen Gründerpreis beworben. Wir haben es ins Finale gepackt, aber auch schon nur durch die Bewerbung sehr an Aufmerksamkeit gewonnen.


Warum haben Sie sich für Offenbach entschieden?

Offenbach ist eine aufstrebende Stadt mit enormem Gründerpotential. Wir haben die Stadt kennen- und lieben gelernt. Nun ist sie der Startpunkt unserer gemeinsamen Reise.


Welchen Tipp haben Sie für andere Gründer?
An die eigene Idee glauben und fest davon überzeugt sein, ansonsten verliert man schnell den Enthusiasmus. Auch wenn der Investor absagt, weitermachen. Also: hinfallen – aufstehen – weitermachen. Und die Fehler zum Lernen nutzen!


Kontakt:
zeltHAUS®
hello@zelthaus.com
www.zelthaus.com

Gründerinterview mit Alessa Fetzer von Projektnetz

2020 – Covid-19 beschleunigt die Digitalisierung in Deutschland. Mit dabei: Alessa Fetzer von Projektnetz. Wieso digitales, flexibles Arbeiten auch nach der Krise Bestand haben sollte und warum sie aktuell unter anderem an einem Projekt für die Bundesregierung arbeitet, sagt sie uns im Interview.

 

 


Wer steckt hinter Projektnetz?

Ich bin Alessa, freiberufliche Projektmanagerin für Kommunikationsprojekte und ich habe Projektnetz im Februar 2019 gegründet. Konkret arbeite ich beispielsweise an Online-Auftritten von Unternehmen, digitalen Lösungen für Dienstleistungen oder setze Online-Kommunikation über Social Media um.

Was genau macht Ihr Startup und was ist das Besondere an Ihrer Geschäftsidee?

Mit Projektnetz arbeite ich in flexiblen Zusammenschlüssen mit anderen Freiberuflichen – immer angepasst an unsere Aufträge. Der komplette Arbeitsmarkt – auch die Marketing- und Kommunikationsbranche – ist mit Fachkräftemangel konfrontiert. Unsere freiberuflichen Zusammenschlüsse ermöglichen das bessere Verteilen von Arbeitskraft und Skills.

Aus welcher Situation haben Sie sich selbstständig gemacht?

Ich wollte an meinen eigenen Projekten arbeiten. Mit aller Verantwortung, allen Lernerfolgen, allen eventuellen Risiken.

Gab es Vorbilder oder einen besonderen Auslöser für den Schritt in die Selbstständigkeit?

Bei mir kam vieles zusammen: Menschen im Umfeld, die es vormachen, inspirierende Unternehmen, bestärkende Worte und allen voran das Gefühl der eigenen Motivation. Ich dachte: wenn ich es nicht wage, kann ich nicht gewinnen.

Wie läuft Ihr Startup jetzt? Wohin soll es sich einmal entwickeln?

Es läuft! Aktuell arbeite ich daran, mich noch stärker um nachhaltige Aufträge zu bemühen. Mir ist politische Partizipation sehr wichtig und ich möchte mit meiner Arbeitskraft zu einer positiven Veränderung unserer Gesellschaft beitragen. Daher auch aktuell die Arbeit an einem Projekt aus dem #WirvsVirus Hackathon der Bundesregierung zur Covid19-Krise. Für mich war gleich zu Beginn der Krise klar, dass ich an Lösungen arbeiten will, die gesellschaftlichen Mehrwert bringen. Konkret: wir erarbeiten aktuell einen neuen digitalen Kommunikationskanal für staatliche Kommunikation.

Was waren die größten Herausforderungen, die Sie auf Ihrem Gründungsweg überwinden mussten?

Die größte Herausforderung war wohl die persönliche: Netzwerke aufbauen, Rückschläge verarbeiten, Lernen mit dem Stress und der hohen Arbeitslast umzugehen, Prioritäten setzen.

Wer hat Sie begleitet oder unterstützt auf Ihrem Weg?

Vor allem mein persönliches Umfeld und meine ersten Kundinnen und Kunden. Es ist total schön zu wissen, dass Menschen hinter mir stehen. Das gibt mir Sicherheit und stärkt den Rücken auch für schwierige Entscheidungen. An dieser Stelle aber auch ein riesen Dank an meine wunderbare Bürogemeinschaft – den Schwarzraum im Nordend. Vor allem in den ersten Wochen wurde ich hier bestärkt und aufgefangen mit den vielen Fragen, die eine Gründung mit sich bringt.

Warum haben Sie sich für Offenbach entschieden?

Ich mag die Stadt wirklich sehr gerne. Hier wird ein tolerantes und offenes Miteinander gelebt, es gibt total viele kreative Menschen und Räume in der Stadt. Nicht umsonst werden wir das neue Berlin genannt, oder?

Welchen Tipp haben Sie für andere Gründer?

Machen. Es muss nicht die perfekte Idee, nicht das final ausgeklügelte Konzept sein. Solange ihr Eure Entscheidungen, Erfolge und Fehler reflektiert und Euch entsprechend anpasst, wird das was! Und wenn nicht, dann habt Ihr zumindest für eine Zeit etwas verfolgt, was Ihr unbedingt mal probieren wolltet.

Kontakt:

Alessa Fetzer – Projektnetz

alessa.fetzer@projektnetz.de

www.projektnetz.de

Gründerinterview mit Lars Gulliver Dieth von „AMBIENTLIGHTS"

AMBIENTLIGHTS ist eine junge Design und Digitalagentur im Offenbacher Nordend mit Schwerpunkt Virtual Reality und 3D-Motion. Sie bietet ihren Kunden Konzepte und Applikationen für virtuelle, realistische Nachbildungen in 3D und damit einen neuen innovativen Vermarktungskanal.

Wer steckt hinter AMBIENTLIGHTS?
Lars Gulliver Dieth (38) und Karanvir Singh Dhindsa (29). Wir haben zuvor als Art-Direktor und 3D-Artist gearbeitet. Nach langjähriger Tätigkeit im analogen und digitalen Sektor haben wir uns dann entschieden, gemeinsam den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen.

Was genau macht Ihr Startup und was ist das Besondere an Ihrer Geschäftsidee?
AMBIENTLIGHTS ist eine Design- und Digitalagentur. Wir bieten als eine von wenigen Agenturen in Deutschland nicht nur klassische Werbung wie Print, Online, Messen oder POS an, sondern auch neue und innovative Vermarktungskanäle durch fotorealistische Virtual Reality (VR) Anwendungen, Motion Design und Web-basierte Augmented Reality (AR) Applikationen.

Aus welcher Situation haben Sie sich selbstständig gemacht?
Wir hatten beide kurz zuvor die große Agentur in Offenbach verlassen, in der wir uns kennenlernten. Die Gründungssituation war schwierig, da wir arbeitssuchend waren, kaum Rücklagen und wenig Equipment hatten. Eigentlich hatten wir nur uns, unsere Erfahrung und einen gemeinsamen Traum.

Gab es Vorbilder oder einen besonderen Auslöser für Ihren Schritt in die Selbstständigkeit?
Wir wollen die Digitalisierung mit neuen Technologien vorantreiben, um z.B. Abläufe zu vereinfachen oder Informationen für jeden leicht zugänglich zu machen.Deutschland liegt beim Thema Digitalisierung leider noch weit hinten. Das wollen wir ändern. Wir haben eine Vision und sind optimistisch, dass unsere Ideen in den nächsten Jahren sehr gefragt sein werden.

Wie läuft Ihr Startup jetzt? Wohin soll es sich einmal entwickeln?
Die ganze COVID-19 Situation erschwert uns zurzeit die Suche nach Projekten, daMessen u.a. Großveranstaltungen abgesagt wurden. Daher erleben wir gerade Startup-Feeling pur! Aber wir sind uns sicher, eine zukunftsträchtige Dienstleistung anzubieten und dass wir damit – wenn auch etwas verzögert – Erfolg haben werden. Langfristig wollen wir wachsen und eine Digitalagentur werden, die internationale Projekte entwickelt und realisiert.

Was waren die größten Herausforderungen, die Sie auf Ihrem Gründungsweg überwinden mussten?
Zum einen natürlich der finanzielle Teil. Mangels eigener Rücklagen mussten wir uns Geld für die Gründung bei Familie und Freunden leihen. Hinzu kam noch, dass Karan gebürtig aus Indien kommt und eine neue Aufenthaltsgenehmigung für Selbständige brauchte, auf die wir viele Monate warten mussten. Dadurch hatten wir eine sehr lange, nervenaufreibende Gründungszeit. Und kaum hatten wir diese Hürden überwunden, kam COVID-19. Da braucht es wirklich Geduld und die positive Überzeugung das Richtige zu tun.

Wer hat Sie begleitet oder unterstützt auf Ihrem Weg?
Angefangen hat es mit der Unterstützung der MainArbeit, die uns den Kontakt zuKIZ im Ostpol vermittelte, wo man uns dann z.B. mit dem Businessplan half. Auch die IHK sowie Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke waren mit an Bord. Vor allem aber, haben uns unsere Partnerinnen, Familien und Freunde Kraft gegeben und unter die Arme gegriffen – mental wie finanziell. In diesem Sinne nochmals Danke an alle Beteiligten.

Warum haben Sie sich für Offenbach entschieden?
Ich wohne schon über 10 Jahre in Offenbach und hier haben wir uns auch kennengelernt. Wir lieben diese Stadt. Sie hat viel zu bieten. Die Kreativwirtschaft boomt, wird sogar gefördert und es gibt jede Menge interessantes und neues zu entdecken.

Welchen Tipp haben Sie für andere Gründer?
Solltet ihr oder euer Geschäftspartner aus dem Ausland stammen, kümmert euch rechtzeitig um die Aufenthaltsgenehmigung für Selbstständige. Das kann viele Monate dauern. Ansonsten bleibt nur zu sagen: haltet durch. Der Weg ist lang und steinig – er wird sich aber lohnen!

Kontakt:

AMBIENTLIGHTS

info@ambient-lights.com

https://ambient-lights.com 

Gründerinterview mit Reimo Peters von „Reimos Brauwerk"

Reimos Brauwerk braut handwerkliche Biere in kleinen Chargen, die bisher regional und bald auch online erhältlich sind. Nach Gärung und Lagerung verzichtet der Brauer für den natürlichen Geschmack bewusst auf Filtration und Pasteurisation.

Wer steckt hinter Reimos Brauwerk?
Moin, ich bin Reimo Peters, Diplom-Braumeister, Biersommelier und Gründer von Reimos Brauwerk. Ich liebe das Brauen schon mein halbes Leben. Aus natürlichen Zutaten neue Biere zu kreieren, ist meine Leidenschaft. Mit „Reimos Brauwerk“ habe ich mir einen lang gehegten Traum erfüllt.

Was genau macht Ihr Startup und was ist das Besondere an Ihrer Geschäftsidee?
Industriebiere bieten leider keine echte Abwechslung mehr. Daher braue ich für alle Neugierigen mit Lust auf neue Geschmackserlebnisse leckere, kreative Biere, die nach mehr schmecken.

Wann und aus welcher Situation haben Sie sich selbstständig gemacht?
Gegründet habe ich im Juni 2019. Nach Abschluss meines Studiums zum Diplom-Braumeister 2012, habe ich Erfahrungen in Handwerk und Industrie gesammelt. Zuletzt war ich sogar Braumeister auf einem Kreuzfahrtschiff.

Was hat Sie zum Schritt in die Selbstständigkeit bewogen? Gab es Vorbilder oder eine besonderen Auslöser dafür?
Schon während der Ausbildung war mir klar, ich wollte später selbst Verantwortung übernehmen und Eigenes schaffen. Als seefahrender Braumeister ist mir dieser Wunsch besonders bewusst geworden – ich bin meinem Herzen gefolgt.

Wie läuft Ihr Startup jetzt? Wohin soll es sich einmal entwickeln?
Um meine Fix- und Investitionskosten anfangs gering zu halten, habe ich als „Kuckucksbrauer“ begonnen und braue meine Biere derzeit noch in meiner Partnerbrauerei nahe Bamberg.

Gerade konzentriere ich mich sehr auf Marketing und Vertrieb. Sobald der Absatz stabil ist, soll die eigene handwerkliche Kreativbrauerei Wirklichkeit werden. Mir ist Nachhaltigkeit sehr wichtig. Malz beziehe ich seit Beginn aus ökologischen Quellen. Die knappe Versorgungslage von Biohopfen ließ mich letztes Jahr noch auf konventionellen Hopfen zurückgreifen. Nun habe ich einen Jahresvorrat Biohopfen gekauft und werde bald komplett auf Bio umstellen.

Was waren die größten Herausforderungen, die Sie auf Ihrem Gründungsweg überwinden mussten?
Die Ängste und Sorgen, die mit der Selbstständigkeit einhergehen, sind eine echte Herausforderung. Ich denke, viele Gründer kennen die Angst vorm Scheitern. Ich habe mich ganz bewusst mit verschiedenen
Szenarien und deren Konsequenzen beschäftigt und mit möglichen Lösungsansätzen. Das hat mir sehr geholfen!

Wer hat Sie begleitet oder unterstützt auf Ihrem Weg?
Ohne Unterstützung aus meinem Umfeld würde es nicht gehen. Meine Freundin hilft mir beim Selbstreflektieren, ist eine wichtige Ideengeberin und Inspiration. Meine ganze Familie unterstützt mich, wo es nur geht.

In Offenbach hat mir die kompetente Beratung der IHK sehr geholfen. Im Gründercampus Ostpol bin ich auf „Youth Business Germany“ (YBG) aufmerksam geworden und habe mich erfolgreich für eines der Stipendien beworben. Hier erhalten Gründer tolle Coachings, verschiedene Seminare zu Gründungsthemen sowie besondere Netzwerk-Events.

Warum haben Sie sich für Offenbach entschieden? Was gefällt Ihnen besonders gut an diesem Standort?
Eigentlich bin ich aus Wilhelmshaven an der Nordsee. Meine Freundin kommt hier aus der Region und wollte gerne wieder näher bei ihrer Familie leben.

Für meine Geschäftsidee ist ein urbanes, offenes Umfeld wichtig und so haben wir uns für Offenbach entschieden. Es liegt mitten im Rhein-Main Gebiet, die Mieten sind bezahlbar und es vereint quasi die Vorteile von Klein- und Großstadt. Offenbach ist sehr gründerfreundlich, es hat Start-ups einiges zu bieten. Außerdem gefällt mir die Offenheit, es fällt nicht schwer mit den Offenbachern ins Gespräch zu kommen. So haben wir uns schnell heimisch gefühlt.

Welchen Tipp haben Sie für andere Gründer?
Man tritt als Gründer mit Leidenschaft, guter Idee und Fachwissen auf einem bestimmten Gebiet an. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, was man selbst noch nicht oder nicht so gut kann. Da sollte man sich kompetente Hilfe holen. Ich habe mich schon vor der Gründung bei der IHK und KIZ über mögliche Unterstützung informiert und so auch YBG kennengelernt.

Mein Tipp: Gesteht euch Schwächen ein und sucht euch Unterstützer. Das bringt euch enorm weiter.

Kontakt:
Reimos Brauwerk / Reimo Peters
069- 469 393 80
reimo@reimos-brauwerk.de

Gründerinterview mit Marcel Gruß von „Caffè Marcello“

Seit Februar 2020 wird aus „Willys Bar“ am Wilhelmsplatz tagsüber das „Caffè Marcello“. Von morgens bis nachmittags bekommt man bei Barista Marcel Gruß beste Kaffeespezialitäten, dann wird umgebaut und ab dem frühen Abend schenkt Dennis Walger in der Bar wieder Bier, Cocktail & Co. aus.

Wer steckt hinter Caffè Marcello?
Marcel Gruß, 33 Jahre. Schon früh habe ich mir in der Gastronomie etwas dazuverdient. Ich stand hinter der Bar im Morleos am Wilhelmsplatz, dann kamen das Schaumahl und das Sugar. Hier lernte ich, dass die Produktqualität die Basis einer jeden gastronomischen Arbeit sein sollte. The Espresso Bar hat mich die Espressozubereitung und deren Lebenskultur gelehrt. Vorher war die Gastronomie ein Nebenjob während dem Studium. Hier wurde mir bewusst, dass in der Gastronomie meine Leidenschaft liegt.

Was genau macht Ihr Startup und was ist das Besondere an Ihrer Geschäftsidee?
Eigentlich ist es einfach ein Caffè mit italienischer Kaffeekultur: An der Bar bestellen, miteinander reden und in Kontakt kommen. Zwanglos aber doch wichtig, gerade in der heutigen Zeit.

Wirklich besonders macht das „Caffè Marcello“ erst die Zusammenarbeit mit „Willys Bar“ – wir teilen uns das Lokal, haben aber jeder ein komplett eigenes Konzept  und Gewerbe.

Aus welcher Situation haben Sie sich selbstständig gemacht?
Ich wollte mich schon länger mit einem eigenen Projekt verwirklichen. Für die erforderlichen Voraussetzungen war ich aber lange nicht bereit. Meine Gastro-Stationen zeigten mir das Handwerkszeug, um bestehen zu können. Selbstvertrauen, Offenheit, Ansprache, Respekt gegenüber Gästen und auch den Produkten. Aber erst meine Erfahrungen in The Espresso Bar, ließen es mich endlich wagen.

Erzwingen kann man es nicht, oft ist es einfach Glück, dass alles – Ort, Zeit, Menschen – zusammenpasst.

Gab es Vorbilder oder eine besonderen Auslöser für Ihren Schritt in die Selbstständigkeit?
Es gibt immer Menschen, die einen prägen. Am Wichtigsten ist es, seinen eigenen Weg zu finden. In Zukunft werde ich sehen, ob ich falsch oder richtig lag. Aber da ich gewartet habe bis ich bereit war,
war ich auch offen für die Möglichkeiten um mich herum.

Wie läuft Ihr Startup jetzt? Wohin soll es sich einmal entwickeln?
Der Start stellt mich zufrieden. Mein erster Sommer in 2020 wird der erste Gradmesser. In der Gastronomie dauert der Start sicherlich zwei Jahre. Die möchte ich gerne überstehen, alles andere wird sich zeigen. Mir ist es wichtig, flexibel zu bleiben und das Konzept gibt das her.

Was waren die größten Herausforderungen, die Sie auf Ihrem Gründungsweg überwinden mussten?
Die größte Herausforderung war es, das Gewerbe überhaupt anmelden zu können. Meine Idee von der Teilung der Räumlichkeiten mit Willys Bar stieß zwar beim Barinhaber Dennis Walger auf offene Ohren, auch er wollte den Ort tagsüber beleben. Wir beide und auch der Vermieter waren uns auch schnell einig, aber es war ein Novum. Zum Glück waren  auch das Gewerbe- und Veterinäramt sowie die IHK sehr bemüht zu prüfen, ob diese Konstellation umsetzbar sei. Am Ende hat das Veterinärdezernat die finale und sehr zeitgemäße Entscheidung zu unseren Gunsten gefällt.

Wer hat Sie begleitet oder unterstützt auf Ihrem Weg?
Zum Glück habe ich Menschen um mich herum, die mich tatkräftig unterstützen. Vor allem meine Freundin. Sie ist Projektmanagerin in einer Offenbacher Werbeagentur und macht für das Marcello alles im Bereich Design und Unternehmenskommunikation. Sie behielt den Überblick über alle Schritte auf dem Weg zur Gründung. Ohne sie wäre es unmöglich gewesen.

Warum haben Sie sich für Offenbach entschieden?
Seit 30 Jahren lebe ich hier und liebe diese Stadt einfach. Man kann hier alles erleben – Kuriositäten, Absurditäten, aber auch ganz einfaches Glück.

Einmal lief ich eine Straße entlang. Ein Lied riss mich aus meinen Gedanken und als ich hoch blickte, sah ich die singende Person, die auch jetzt erst merkte, dass ich da war. Aus Verwunderung wurde ein kurzer gemeinsamer Moment der Freude. Das gibt es sicherlich auch woanders. Aber dort, wo man es erlebt, fühlt man sich wohl.

Außerdem zeigt meine Gründung, dass die Stadt offen für Neues ist. Ich möchte sagen weltoffen!

Welchen Tipp haben Sie für andere Gründer?
Lerne. Auch Vertrauen in dich. Und manchmal musst du einfach machen!

Beate Richter - Kreativer Treffpunkt in der Gründerstadt

Die Tür geht auf, ein feines Klingeln kündigt den Kunden auf der Suche nach Bastelbedarf, Geschenkideen oder Schreibwaren an.

Das Art+Creativ in Offenbach-Bieber ist mehr als nur ein klassischer Bastelladen. Auf 90 m² ist ein Geschäft mit sehr vielfältigem Angebot für Kinder und kreative Erwachsene entstanden.

Wer etwas Zeit mitbringt, entdeckt neben Schul- und Bürobedarf ein großes Angebot an Bastelmaterial und Künstlerbedarf, wie z.B. Papeterie, Farben, Leinwände, Bügelperlen, Speckstein oder Handarbeitsmaterial.

Ein weiterer wichtiger Geschäftsbereich sind Partydeko und Geldgeschenke. Ballons & Co., Geburtstagskerzen und Luftschlangen sind sehr begehrt und auch große Verpackungsballons für Gutscheine, Geldgeschenke, Kuscheltiere u.v.m. werden hier befüllt. Für Hochzeiten, Taufen, Kommunion und Konfirmationen werden gerne Geldgeschenke gestaltet und spezielle Deko ausgesucht. Wer z.B. eine Kerze gestalten möchte, kann passende Wachsmotive, Wachsplatten sowie Wachsbuchstaben und -zahlen erwerben.

Vor der Nutzung als Bastelladen war in der Aschaffenburger Straße 42 noch ein Restaurant und Beate Richter, die Inhaberin des Art+Creativ, noch Angestellte in einem Großunternehmen. Obwohl sie dort nicht richtig zufrieden war und sie immer wieder über eine Selbstständigkeit nachdachte, zögerte die Mutter von zwei Kindern stets den sicheren Job aufzugeben. So träumte sie weiter, bis etwas passierte, das sie noch heute als Wink des Schicksals empfindet. Ihr Arbeitgeber bot seinen Mitarbeitern, im Zuge von Reduzierungen, Abfindungen an. Die Kinder waren schon größer und nachdem sie sich erste Informationen im Gründercampus Ostpol geholt hatte, nahm sie das Angebot des Unternehmens begeistert an. Denn Geschäftsideen hatte sie sogar zwei: Erstens gab es in Offenbach schon seit langem kein Bastelgeschäft mehr und zweites hatte sie im Urlaub ihre Leidenschaft für Kerzenziehen und -gestalten entdeckt. Als zufällig passende Geschäftsräume in Bieber frei wurden, kombinierte Beate Richter beide Ideen und gründete das Art+Creativ. Ein Laden, in dem kreative Menschen Material und Zubehör für ihre Hobbies und Projekte finden und eine Kerzenwerkstatt, wo sie auch selbst gestalten können.

Leider fand die Kerzenwerkstatt bei den Kunden nur wenig Resonanz. Auch Kooperationsideen mit Schulen, der Volkshochschule oder der Jugendkunstschule, schlugen fehl. Zwar wurde das Thema in der Vorweihnachtszeit etwas besser angenommen, doch Raummiete für das ganze Jahr und Energiekosten für das flüssige Kerzenwachs waren viel zu hoch. Die Gründerin musste betriebswirtschaftlich denken und Kosten und Nutzen gegeneinander abwägen. Schweren Herzens entschloss sie sich die Kerzenwerkstatt aufzugeben und stattdessen mehr Schul- und Bürobedarf anzubieten, wofür es ganzjährig eine große Nachfrage gibt.

Seit 2019 hat Beate Richter Kreativ-Kurse für Jung und Alt in das Repertoire des Bastelladens aufgenommen: saisonale Themenworkshops, Ferienkurse für Kinder oder vorweihnachtliche Deko- und Geschenke-Workshops machen das Art+Creativ zu einem echten Treffpunkt für Kreative und solche, die es werden wollen.

Kontakt:
Art+Creativ
Beate Richter
Aschaffenburger Straße 42
63073 Offenbach-Bieber
www.facebook.com/artpluscreativ/

Yogaladen Offenbach - Eine Oase für Lebenskünstler in Offenbach

Durch den gemeinsamen Wunsch aus ihren regulären Jobs auszubrechen und dabei einen Platz zu schaffen, wo Yoga nicht nur angeboten, sondern auch gelebt wird, haben Jochen Klinger, Steffi Adolf, Sibel Günay und Christopher Schaefer vor gut einem Jahr das etwas andere Yogastudio im Nordend Offenbachs eröffnet.

Werte, wie Offenheit, Freiheit und Vertrauen, sind die Grundpfeiler der Gründer und diese solten sich auch im Yogaladen wiederspiegeln.

Das drückt sich u.a. auch in ihrem besonderen Bezahlmodell aus: „Pay what you can“. Hier kann man beim Yoga gleichzeitig etwas Gutes tun.

Mit ihrem fairen Bezahlsystem gingen sie ein besonderes unternehmerisches Risiko ein, was in üblichen Geschäftswelten kaum vorstellbar ist. „Alle hatten Zweifel und doch sind wir das Wagnis eingegangen. Auch wenn wir uns selbst regelmäßig hinterfragen – bereut haben wir es ganz sicher nicht“, berichtet Christopher Schaefer, der eigentlich Banker ist.

Die Gründer haben alle eine Yogalehrer- Ausbildung beim bekannten Yogameister Timo Wahl gemacht und sind sich als Yogalehrer irgendwann über den Weg gelaufen. Im Yogaladen hat jeder seine spezielle Aufgabe, z.B. ist die Kommunikationsdesignerin Sibel Günay eine sprudelnde Ideenquelle und kommunikatives Zentrum des Yogaladens. So entstanden viele Formate, die auch befreundeten Yogalehrern eine Plattform bieten: Movie Night, Flohmarkt für gebrauchte Yoga-Sachen u.v.m. Steffi Adolf hält vieles zusammen, das nach vorne nicht sichtbar ist und sorgt dafür, dass im Yogaladen alles
herzlich bleibt.

Inspiriert für eine solche Art von Yogastudio wurden die Firmengründer von Bryan Kest dem westlichen Yogalehrer, der Yoga prominent gemacht hat und von Indien nach Hollywood holte. Sie haben die Menschen, die zu ihnen kommen von Anfang an motiviert sich mit eigenen Ideen einzubringen und sich zu beteiligen. Deshalb sind sie immer intensiv im Austausch mit ihren Kunden – nicht nur in den Kursen, sondern auch auf der Homepage oder im eigenen Blog, wo man auch etwas über die finanzielle Lage des Startups erfahren kann.

Der Yogaladen hat täglich geöffnet und bietet mindestens zwei bis vier Klassen pro Tag an. Den Kursplan und die regelmäßigen Specials findet man online auf der tollen Webseite des
Yogaladens: www.yogaladen-offenbach.de 

Kontakt/Fotos:

Yogaladen Offenbach

happy@yogaladen-offenbach.de

www.yogaladen-offenbach.de

CORDELS - Besondere Geschenke für besondere Menschen

„Wer sich liebt, der schmückt sich“ ist CORDELS Leitspruch – und was gibt es schöneres, als ein Geschmeide zu besitzen, das Geschichten  erzählen kann und noch dazu gefällt?

Cordula Pinna-Weth lernte das Goldschmiede-Handwerk in Pforzheim, wo sie an der Hochschule für Gestaltung studierte und sich auf Markenschmuck spezialisierte: Joop!, Thomas Sabo und Guess sind nur einige der bekannten Namen, für die sie Schmuck entworfen hat. Eine betriebsbedingte Kündigung nach zwanzig Jahren sah sie als Chance zur Selbständigkeit.

„Neben dem Risiko kann man vor allem selbst gestalten und die eigenen Werte verwirklichen. Nachhaltigkeit ist in keiner Industrie konsequent umzusetzen – das geht nur als kleiner Betrieb.“ Sie erwarb eine gebrauchte Goldschmiedewerkstatt, die sie in Rumpenheim zu einem Werkstatt-Atelier mit Ausstellungsfläche und Workshop-Werkstatt ausbaute. Auch wenn sie in ihrer Tätigkeit als Angestellte großer Firmen neben Entwurf und Produktentwicklung bereits Marketing-Aktivitäten und Distributionswege kennenlernte, wurde es während der Gründungsphase die größte Herausforderung, diese Erfahrungen auch in ihrem Einzelunternehmen umzusetzen. Sie musste erst ihre eigenen Produktionsgrenzen kennen, um konkret ein Sortiment aufzubauen, zu kalkulieren und anzubieten.

Seit Februar 2019 produziert CORDELS Unikate und Kleinserien aus Gold, Silber und Edelsteinen. Am liebsten arbeitet die Goldschmiedin mit alten Materialien: Der qualifizierte Blick in das Schmuckkästchen ihrer Kundinnen erschafft Designvorschläge – oder inspiriert dazu, die Metallteile in etwas Neues umzuschmelzen – im nachhaltigen Sandguss-Verfahren. Das macht Spaß und schafft ein Schmuckstück mit sehr persönlichem Charakter! Manchmal wird es dann auch romantisch: Wenn der Verlobungsring für die Liebste zum größten Teil selbst hergestellt wurde, wird das Schmuckstück zu einem ganz besonderen Unikat.

In CORDELS Kollektion ist der Name oft Programm: handgedrehter Kordeldraht aus Silber oder Gold – oft recycelt – oder das eigens für sie angefertigte Material, in welches Fäden aus recycelten PET-Flaschen und feine Kupferdrähte vom Recyclinghof eingesponnen werden – werden verwendet. Die Stücke sind edel und modern, nachhaltig und schön zu tragen. Im Gegensatz zu ihrer früheren Tätigkeit pflegt Cordula Pinna-Weth nun den direkten Austausch mit Kunden: „Es ist ein großer Unterschied, ob man am Schreibtisch für eine bekannte Marke Designs entwirft, oder für eine Person das ganz individuelle Schmuckstück erarbeitet. Meine Motivation ist es, meine Kunden glücklich zu machen und so jedem Schmuckstück einen Sinn zu geben.“

Mehr über CORDELS und Cordula Pinna-Weths Arbeiten als Künstlerin und Schmuckdesignerin erfahren Sie auf ihrer Website: www.cordels.de

Kontakt:
Cordula Pinna-Weth
Kleines Gässchen 13 – 15, Halle 4, UG
63075 Offenbach
0163 2539392
kontakt@cordels.de
www.cordels.de,
instagram: cordelsdesign

Foto: CORDELS

 


Das süße Leben - La Dolce Vita im Mathildenviertel von Offenbach

Die Sonne scheint und das Thermometer zeigt mit jedem Tag höhere Temperaturen – was gibt es da besseres, als es sich in einem der schönsten Eiscafés von Offenbach eine hausgemachte Limonade oder ein selbstgemachtes Eis schmecken zu lassen….also auf ins süße Leben!

Kulinarisch hat Offenbach einiges zu bieten und auch Eiscafés gibt es über die ganze Stadt verteilt. „Das süße Leben“ ist eine besondere Perle, die sich eher als ein Mix aus Eiscafé und Bar versteht. Zentral im Mathildenviertel gelegen, finden hier Eis-, Kuchen- und Kaffeeliebhaber alles was das Herz begehrt.

Traditionsbetrieb zukunftsfähig weiterführen

Der regionale Blogger NikkeBerger nennt sie in #schoeneeckenausOffenbach eine Eisdiele 2.0 und das passt. Die über 20 Eissorten und erfrischenden Limonaden werden selbstgemacht, die Milch für den Kaffee kommt vom Bauernhof und auch die Kuchen, Pancakes und Foccacias kommen aus der eigenen Küche. So wird der Geschmack vieler Offenbacher getroffen und die Idee der Gründer geht auf. Das gefällt Gründer Sascha Apel: „Ein familienfreundlicher, zeitgemäßer Laden, wo sich alle von 8 bis 88 wohlfühlen, das wollte ich für Offenbach. Und Eis mag doch echt jeder, oder?“ Und damit wirklich jeder auf seine Kosten kommt, gibt es neben den Klassikern Vanille und Schoko auch Fruchteis aus echten Früchten ,Fantasie-Kreationen wie 1001Nacht (Joghurt-Dattel-Feige) und Veganes wie Bitterschokolade und erfrischende Sorbetsorten. Und das Konzept soll in Zukunft erweitert werden. Neben Frühstück und Mittagstisch, bringen die Gründer mit Poke Bowls einen exotischen Healthy-Food-Trend nach Offenbach, der sicher viele im Quartier ansprechen dürfte.

Das süße Leben fällt auf. Nicht nur durch die modernen und loungigen Sitzgelegenheiten vor der Tür, vor allem der große, sehr hohe Raum, mit bunten portugiesischen Fliesen, viel Holz und vielen gemütlichen Sitzlandschaften ist modern und sehr liebevoll eingerichtet. In den sozialen Medien wird der tolle Laden nicht nur wegen den schmackhaften Leckereien positiv bewertet und als Fotomotiv für Postings verwendet

An Fotos hätte vor drei Jahren noch keiner gedacht, als Sascha Apel und Mitinhaber Toni Tabas die Ruine in der Karlstraße/Ecke Berliner Straße entdeckten und dort ihren Traum von einem Offenbacher Laden verwirklichen wollten, der die Lebensqualität im Quartier weiter verbessern sollte. Damals noch zwei heruntergekommene Läden mit herabhängenden Decken und einer kaputten Backsteinfassade, brauchten die Gründer viel Überzeugungskraft bei den Ämtern und alle viel Vorstellungskraft, um das denkmalgeschützte Haus wieder zum Leben zu erwecken. Aber das hat sich absolut gelohnt!

Kontakt:

Das süße Leben

Karlstraße 47, 63065 Offenbach

Facebook: das.suesse.leben.offenbach


Convercycle - designed in Offenbach

Dem Auto in der Stadt zu entsagen, fällt im Alltag nicht allzu schwer. Staus, eine zugespitzte Parkplatzsituation und Luftverschmutzung stehen dem flachen, somit fahrradfreundlichen Rhein-Main-Gebiet mit schönen Radwegen entlang der Flüsse gegenüber. Sind größere Dinge zu transportieren, weicht man schnell auf das Auto aus.

Herkömmliche Lastenräder bieten meistens eine Lösung, jedoch sind sie durch ihre Größe nicht einfach zu handhaben. Hierbei kann sich die Last auf die Lenkung auswirken, wenn diese vorne angebracht ist. Die Größe macht es unmöglich, das Rad in Fahrradständern zu sichern, in der Bahn zu transportieren oder es in einen Aufzug zu bekommen. Deshalb sind sie für viele nicht alltagstauglich.

Das war der Ansatzpunkt für David Maurer-Laube, der im Rahmen seines Studiums an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach im Fachbereich Design 2017 den ersten Entwurf des Convercycles gestaltet hat. Fachliche Begleitung gab es durch die Hochschule, aber inzwischen hat sich ein ganzes Team gebildet, die gemeinsam am Produkt weiter arbeiten. Neben den kreativen Produktdesignern kam die Firma „idea meets market“ als Investor mit an Bord, die die Gründungsidee finanzieren, aber auch Netzwerke öffnen und David Maurer bei Messen und Auslandspräsentationen begleiten. So konnte auch eine weitere Kooperation mit einem Fahrrad-Rahmenbauer aus Frankfurt sowie einer Engineering GmbH aus München eingegangen werden, mit denen man inzwischen den Prototypen bis zur Marktreife getestet und perfektioniert hat. Im November 2018 startete eine Kickstarter-Kampagne, die bisher sehr erfolgreich läuft.

David Maurer-Laube ist begeistert, denn aus einer Studien-Idee ist ein zukunftsfähiges Produkt geworden. „Das Convercycle ist ein ‚Urban Utility Bike‘, mit dem sich Lasten spontan und einfach im Alltag transportieren lassen. Es nimmt nicht mehr Platz ein als jedes andere Fahrrad und das bei einem Gewicht von nur 18kg. Dadurch lässt es sich leicht fahren sowie bei Erreichen des Ziels abstellen. Hebt man das Fahrrad im hinteren Teil an, schwingt das Hinterrad aus einer korbähnlichen Struktur heraus. Nun bietet die einzigartige Rahmengeometrie Stauraum für Gepäck, Sporttaschen oder Einkäufe, wie beispielsweise Getränkekisten plus Tüten. Eine Zuladung von bis zu 60kg (Fahrer 120 kg) ist möglich. Wird der Stauraum nicht benötigt, ist das Hinterrad innerhalb von 3 Sekunden wieder in den Korb geklappt. Die zwei Zustände des Convercycles machen es anpassungsfähig, flexibel und spontan.“

Das Convercycle stellt eine innovative, zukunftsgewandte Lösung dar. Es ist kein idealistisches Konzept, sondern gliedert sich ohne Kompromisse in unseren Alltag ein.  

Kontakt:

https://www.convercycle.com/home-de

www.instagram.com/convercycle

HfG Portrait: https://vimeo.com/259668330

 

 


Jennifer Klein Couture - das moderne Couture Haus für Außergewöhnliches

Schon von Jugend an wusste Jennifer Klein: Ich eröffne mein eigenes Modeatelier. Um jahrhundertealte Handwerkstraditionen zu bewahren, um mit eigenen Kollektionen und innovativen Ideen in der Modebranche Akzente zu setzen.“ 

Dieses Handwerk ist in Deutschland kaum mehr zu finden. So hat die Designerin die Gründung ihres Couture Hauses genau geplant. Mit ihrer Geschäftsidee verbindet Jennifer Klein Tradition mit den höchsten Produktionsstandards und fortschrittlichen Werten, die sich auch in der Nachhaltigkeit der hochwertigen Stoffe und Produktion widerspiegeln. 

Nach ihrem Studium in London am Istituto Marangoni und der Zusammenarbeit mit internationalen Couture Häusern richtete sie sich im Sommer 2017, ihr Atelier zentral gelegen in Offenbach am Main ein. Als Ausgleich zur immer schneller werdenden Mainstream-Modeindustrie entschied sich Jennifer Klein bei der Gründung ihres Unternehmens, sich in der Nische der Slow Fashion zu positionieren und sich auf die Schneiderkunst anspruchsvoller Kleidungsstücke zu konzentrieren, die ihre Kundinnen ein Leben lang tragen und lieben. Dabei werden edle Stoffe wie Seide, Cashmere und Leinen von internationalen Lieferanten verarbeitet. Und auch aufwendige Stickereien fertigt Jennifer Klein in Handarbeit an. Zudem hat sie ein nachhaltiges Projekt auf den Weg gebracht: Sie bietet im Bereich des Upcyclings von Seidentüchern einzigartige Taschen und Accessoires an. Jedes Teil ist ein Unikat, das die Kundin überrascht und strahlen lässtDie Selbständigkeit gewählt zu haben, ist auch nach anderthalb Jahren der Existenzgründung weiter der richtige Schritt. Die tägliche Arbeit an der Nähmaschine bestätigt die Idee eines modernen Couture Haus für Frauen, die das Außergewöhnliche und Unverwechselbare suchen, sei es ein Hochzeitskleid oder einen Couture Mantel, ein elegantes Abendkleid oder zarte Blusen. Mit strahlenden Designs, die Tradition und Eleganz verkörpern, ohne auf Verträumtheit und Lebensfreude zu verzichten, ist jedes in diesem Atelier geschaffene Stück außergewöhnlich.

Wichtig ist stets der persönliche Kontakt mit Kundinnen. Mit Events wie dem Tag des offenen Ateliers oder der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen in der Region und bundesweit hat sich Jennifer Klein bereits ein Umfeld geschaffen, das ihre fachkundige Beratung und ihr handwerkliches Geschick lobt. „Jeder Tag im eigenen Atelier ist neu und voller Herausforderung – ich bin sehr dankbar für all die wunderbaren Menschen in meinem Umfeld, die mich auf meinem Weg begleiten und unterstützen“

Mehr über JENNIFER KLEIN COUTURE und ihre Arbeiten als Couturière erfahren Sie auf ihrer Website: www.jenniferkleincouture.com

Kontakt:

Jennifer Klein Couture

Goethestrasse 21, 63067 Offenbach 

0160 90632834

j.klein@jenniferkleincouture.com

www.instagram.com/jenniferkleincouture

 

 


Momente & Emotionen für immer

„Ich möchte die Welt ein kleines bisschen schöner machen, zumindest die kleine Welt meiner Brautpaare“. Das ist der erste Satz, den uns die 25-jährige Tina Rösler strahlend erzählt und man merkt ihr sofort an, wie viel Leidenschaft sie für ihren Beruf als Hochzeitsfotografin hat. 
Im Alter von 17 Jahren legte sie sich ihre erste Kamera zu und fing damit an, alles zu fotografieren, was nicht bei drei auf dem Baum saß.

Den ersten Kontakt zur Hochzeitsfotografie hatte sie dann, als ihre Mutter vor fünf Jahren nochmals geheiratet hatte. Schnell wurde ihr klar, dass sie ihre Passion gefunden hat: Brautpaare an ihrem schönsten Tag zu begleiten und dies authentisch und echt für die Ewigkeit festzuhalten. Aber nach dem Abitur mit Anfang 20 ohne Ausbildung und Studium sofort in die Selbstständigkeit zu gehen ist, wäre für Tina keine Option gewesen. Daher entschied sie sich Kommunikationsdesign in Frankfurt am Main an der Academy of Visual Arts zu studieren. Nach und nach kam die Herausforderung, die Selbstständigkeit neben dem Studium aufzubauen. Wenn Tina neue Leute kennengelernt hat und die Frage kam, was sie eigentlich beruflich macht, gab es schnell einen Wandel von der Formulierung „Ich studiere Kommunikationsdesign und fotografiere nebenbei Hochzeiten“ hinzu „Ich bin hauptberuflich Hochzeitsfotografin und studiere nebenbei“. So wandeln sich mit zunehmendem Erfolg die Prioritäten und der Blick auf die Dinge. Die Entscheidung, wie es nach dem Studium beruflich weitergeht, ist seitdem in trockenen Tüchern. Vor allem, seit dem sie sich Ende 2017 dazu entschlossen hat, eine räumliche Trennung zwischen Privat- und Berufsleben zu ziehen und ein neues zuhause für ihr Fotografie im Gründercampus Ostpol gefunden hat. 
Doch was macht ihre Hochzeitsfotografie so besonders? „Ich möchte Menschen so fotografieren, wie sie sind - ungestellt und echt. Bei meinen Fotos geht es nicht um Perfektion sondern um Emotionen“. Sie begleitet Hochzeitspaare nicht nur für die Trauung oder das Brautpaarshooting, Tina ist von Anfang an bis zum Ende dabei. Das fängt morgens bei dem so genannten „Getting Ready“ an, bei welchem sich die Braut für die Hochzeit fertig macht, bis hin zum Hochzeitstanz, so dass sie im Durchschnitt 10 Stunden auf jeder Hochzeit fotografiert. Ihr größter Vorteil für ungestellte Fotos ist dabei ihr Equipment, da sie eine geräuschlose Kamera besitzt und so keiner der Gäste mitbekommt, dass sie fotografiert werden.
Tina wollte immer einen Beruf ausüben, von dem sie behaupten kann, dass er sie glücklich macht. Dass dies nun mit der Selbstständigkeit so gekommen ist, hätte sie noch vor ein paar Jahren nie gedacht. „Ich sage immer mein Job hat mich gefunden, ich habe ihn gar nicht gesucht, doch bin so dankbar, ihn ausüben zu dürfen.“

Kontakt:

Tina Rösler Photography

Hermann-Steinhäuser-Str. 43-47,

63065 Offenbach0163/1743683,

info@tinaroesler.de,

www.hochzeitsfotograf-tinaroesler.de


Semir Sakic und seine Liebe zum Instagrammarketing

Ein strahlender Semir Sakic öffnet die Tür zu seinem eigenen Büro im Gründercampus Ostpol in Offenbach und wirkt sehr zufrieden mit sich und der Welt. Hier arbeitet er, meist in der Begleitung seines fuchsfarbenen Hundes „Shino“, an seinem Mitte 2017 gegründeten Unternehmen „followerplus.de“, das sich mit Instagrammarketing für lokale und internationale Unternehmen und Privatpersonen beschäftigt.

Doch um an den Punkt von heute anzugelangen und ein erfolgreiches Unternehmen zu führen, das neben vielen zufriedenen Kunden auch Selbsterfüllung bringt, musste der 30-jährige Offenbacher zunächst auch ein paar Rückschläge hinnehmen. Zuerst begann Semir, wie eigentlich alle anderen in seinem Alter, ein Studium. Schnell musste er aber feststellen, dass Business Law definitiv nicht das war, was er nach seinem Studium ein Leben lang verfolgen wollte. Er glaubte, ein neuer Studiengang würde helfen, doch auch hier stellte er nach einigen Semestern fest, dass ihn weder die Studieninhalte noch die Berufsaussichten später wirklich erfüllten. Semir traf eine mutige Entscheidung und entschloss sich, auch den zweiten Studiengang abzubrechen und sich eine Auszeit zu nehmen, um sich darüber klar zu werden, was er sich eigentlich vom Leben wünschte.

Hierbei merkte er schnell, dass für ihn ein Leben im Angestelltenverhältnis rein gar nichts war und er auf der Suche nach Freiheit und Selbstbestimmung war. Eines Morgens wacht er auf uns wusste: „Ich will Unternehmer werden!“ Zunächst machte er sich eine Liste mit Dingen, die er besonders gut konnte und begann, Webseiten für Unternehmen zu bauen. Mehr und mehr lernte er andere Gründer und Menschen kennen und befasste sich intensiver mit dem Thema Digitales Marketing, was ihn letztendlich in seinen Bann zog.

Semir hatte seine Leidenschaft gefunden und arbeitete sich tiefer in die Materie ein. Seinen unternehmerischen Durchbruch hatte er dann mit der Spezialisierung auf professionelle Beratung und Wachstum von Instagram Accounts lokaler Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Egal ob es um die professionelle Gestaltung ihres Profiles geht oder welcher Content bei Instagram am besten funktioniert und welcher nicht, über welche Hashtag Strategie die passende für einen ist, Semir Sakic hat eine Antwort. Und seine Kunden sind glücklich, denn dadurch konnten bei ihnen die Markenbekanntheit gesteigert, mehr Reichweite, mehr Interaktion mit potenziellen Kunden und im Endeffekt mehr Umsatz generiert werden. Inzwischen Zeit hat er sich einen stabilen Kundenstamm aufgebaut und möchte nun im nächsten Schritt auch online expandieren. In Gründungsphase wurde Semir besonders durch das Gründungsstipendium von youth business germany unterstützt und nahm als Talent viel Wissen in Gruppencoachings oder Netzwerkveranstaltungen mit. 

Kontakt:

Semir Sakic„followerplus.de“ 

Hermann-Steinhäuser-Straße 43

63065 Offenbach

semir@followerplus.de
Gründer Semir SakicFoto (Sakic)


Bummelkinder in Bieber

Schon beim Betreten des Ladens merkt man, dass es Stefanie Zahn nicht an Energie mangelt. Die junge Mutter hat den Buchladen im Zentrum von Offenbach-Bieber übernommen und im Januar mit einem neuen Konzept eröffnet. Ihre beiden Kinder sind gerade mal 3 und 6 Jahre alt. Also kein leichtes Spiel, oder? „Ohne die Unterstützung meines Mannes und der Großeltern könnte ich das Projekt nie realisieren“, gibt die junge Frau unumwunden zu. 

Die gelernte Reiseverkehrskauffrau hat viele Jahre bei einem Reiseveranstalter gearbeitet und Karriere gemacht. Sie ist viel herumgekommen, liebte ihren Beruf und wollte nach zwei Elternzeiten zunächst in Teilzeit wieder einsteigen. Doch die bisherige interessante und abwechslungsreiche Aufgabe konnte in Teilzeit nicht realisiert werden.

Es kam daher zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In dieser Lebensphase keimte ein anderer Plan in ihr auf. Der Buchladen im Herzen von Offenbach-Bieber suchte einen Nachfolger. Stundenweise hatte sie hier während der Elternzeit ausgeholfen und war angesprochen worden, ob sie sich vorstellen konnte, den Laden zu übernehmen. Über all das schreibt Stefanie Zahn offen und authentisch auf ihrem Blog www.bummelkinder.de. Den Blog hatte sie eingerichtet, weil sie - schon immer gern unterwegs - ihre Reiseleidenschaft nun gemeinsam mit ihrer jungen Familie auslebte und den Rest der Welt daran teilhaben lassen wollte. Mittlerweile ist der Blog gewachsen um alle möglichen Themen, die für junge Familien in Offenbach und Rhein-Main interessant sind. Die Idee mit der Selbständigkeit hatte mehr und mehr Gestalt angenommen. Es sollte mehr als ein Buchladen werden: ein Laden auch für Kinderkleidung - First und Second Hand - und schönen Dingen, die man noch braucht, wenn man kleine Kinder hat. Events sollten stattfinden: Bastelnachmittage, Märchenstunden, „Nightshopping für Mamis“ und dergleichen. Der Blog spielte im Marketing und auch sonst eine wichtige Rolle. Zusätzlich ist die Gründerin auch auf Facebook, Instagram und Pinterest unterwegs. Stefanie Zahn ließ sich mehrfach bei der Arbeitsagentur beraten, wo ihre Gründungsidee positiv bewertet wurde. Als sie dann tatsächlich arbeitslos wurde, stand der Wunsch nach Selbständigkeit für sie schon fest. Durch die gute Beratung und die Teilnahme an Informationsveranstaltungen für potenzielle Existenzgründer war ihr klar, dass sie einen Antrag auf Gründungszuschuss stellen konnte.Die Agentur für Arbeit kann Existenzgründungen fördern, wenn ein Restanspruch auf Arbeitslosengeld I von mindestens 150 Tagen besteht. Der Geschäftsidee muss durch eine fachkundige Stelle die Tragfähigkeit bestätigt werden und die persönliche Eignung für die Selbständigkeit muss gegeben sein.

Es wird auch geprüft, ob es offene Arbeitsstellen gibt – die haben dann Vorrang. Ob Gründungszuschusses gewährt wird, liegt immer im Ermessen der Arbeitsagentur. In den ersten sechs Monaten beträgt der Gründungszuschuss so viel wie das individuelle Arbeitslosengeld plus 300 Euro monatlich. Später kann er für weitere neun Monate in Höhe von 300 Euro geleistet werden. Zudem kann man sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern.Hätte sich Stefanie Zahn auch ohne den Gründungszuschuss selbständig gemacht? „Wahrscheinlich schon“, lacht sie. „Aber die zusätzliche Sicherheit am Anfang macht den Schritt natürlich einfacher.“ Mittlerweile ist sie selbst Arbeitgeberin geworden, denn sie hat bereits eine Angestellte, die ihr flexible Arbeitszeiten und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht.  Wer beabsichtigt, sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbständig zu machen, sollte in jedem Fall gleich nach der ersten Idee mit seiner Arbeitsvermittlerin oder seinem Arbeitsvermittler sprechen. Termine gibt es unter Telefon 0800 4 5555 00 (kostenlose Hotline). Zudem gibt es jeden ersten Montag im Monat eine Informationsveranstaltung der Arbeitsagentur zum Gründungszuschuss. Die genauen Termine gibt es auf der Veranstaltungsdatenbank unter www.arbeitsagentur.de.

Kontakt:

Stefanie ZahnKinder- & Buchladen „bummelkinder“

Alt-Bieber 1,

63073 Offenbach

www.bummelkinder.de


Die innovativen Helfer der Digitalisierung für Planung und Bau

Mario Blanke, Gründer von LAO Ingenieurgesellschaft mbH, kommt aus der Branche und kennt daher die Tücken der Leitungsauskunft. Der gebürtige Rheinländer studierte Vermessungswesen nach seiner Ausbildung zum Vermessungstechniker. In seiner beruflichen Laufbahn hat er etliche Bauprojekte betreut, für welche er selbst Leitungsauskünfte einholen musste. In seinen Anstellungen bei RWE und der Mainova hat er u.a. dann selbst Leitungsauskünfte an Baufirmen und Planungsbüros erteilt. Er hat so einen Gesamtüberblick über den Prozess „Leitungsauskunft“ erhalten.

 

 

Aufgrund seiner Erfahrungen und der bestehenden gravierenden Ineffizienz in diesem Arbeitsprozess ist 2017 die Idee entstanden, dafür eine Dienstleistung zu entwickeln. Heute entwickelt er mit seinem Team im Gründercampus Ostpol diese Idee immer weiter und ist so Vermittler zwischen anfragender Person(z. B. Mitarbeiter einer Baufirma) und den Netzbetreibern.

Mit nur einem Klick, kann der Kunde auf der Plattform „LAO Leitungsauskunft“seine Leitungsauskunft starten und alle gewählten Netzbetreiber gleichzeitig anfragen. Der Weg bis dahin war nicht immer leicht, viele Daten musste gesammelt und digital aufbereitet,Kooperationspartner gewonnen werden und nach dem das Produkt erfolgreich am Markt gestartet ist, gilt es durch Messeauftritte und viele persönliche Gespräche neue Kunden zu gewinnen.Mario Blanke ist stolz, denn mit seinem Start up LAO Ingenieurgesellschaft mbH ist erstmals eine koordinierte Anfrage via Smartphone oder PC möglich.

Damit vermindern die Baufirmen das Risiko Leitungen zu beschädigen, der Versicherungsschutz bleibt erhalten, Planung und Bauausführung werden nicht von störenden Leitungen überrascht.

Durch die Digitalisierung der Arbeitsprozesse wird Zeit gespart und die Sicherheit am Bauerhöht.Derzeit ist das Produkt aus Offenbach fürHessen, Baden-Württemberg und Bayern verfügbar, in Zukunft soll es deutschlandweitalle Anfragen abdecken.

Kontakt:

LAO Ingenieurgesellschaft mbH

Hermann-Steinhäuser-Straße 43 – 47

63065 Offenbach am Main

069 – 85 70 29 10

blanke@lao-ing.de

www.leitungsauskunft-online.de


Monkey Prototype by Deniz Scheler

Die Zollamt Studios bieten Jungunternehmen in Offenbach einen kreativen Ort, an dem das Neue und Spannende für die Zukunft entwickelt wird. Dort traf Frau Neumann, von der Gründerstadt Offenbach, Deniz Scheler von Monkey Prototype, der ein begnadeter Handwerker ist.

 

Elisabeth Neumann: Auf Grund des sehr guten Arbeitsmarktes scheuen sich derzeit viele Meister, sich selbstständig zu machen. Was hat Sie zur Gründung bewogen?

Deniz Scheler: Nach der Schule habe ich eine Ausbildung zum Modellbauer gemacht und habe hier mein Handwerk, aber auch den Umgang mit CAD, CNC-Fräsen und Spritzgussmaschinen gelernt. Als die Ausbildung abgeschlossen war, habe ich in verschieden Bereichen meines Berufes gearbeitet, um zu sehen, was mir gefällt und welcher Bereich wie arbeitet. Danach beschloss ich, mich zum Modellbauermeister weiterzubilden und nach dem Erhalt meines Meisterbriefs fing ich als Werkstattleiter eines kleinen Unternehmens an. Nach ein paar Jahren als Werkstattleiter wollte ich die andere Seite sehen, nämlich die Office Seite. In einem gerade gegründeten Unternehmen fing ich als Projektmanager an. Zur Selbstständigkeit hat mich dann bewogen, dass ich gerne eine Mischung aus beidem wollte. Sowohl Projekte verwalten, als auch das Produkt herstellen. Ich habe mich an vielen Stellen informiert und auch immer Hilfe dazu bekommen und dieses Jahr dann den Schritt gewagt.
 
Elisabeth Neumann: Was verbirgt sich hinter dem Namen „Monkey Prototype“ und warum sollte man sich speziell an Sie wenden?

Deniz Scheler: Ich baue Modelle und Prototypen. Modelle sind meistens die ersten 3-dimensionalen Produkte zum Anfassen und Begutachten. Hier stehen Optik und Haptik im Vordergrund. Die Funktion ist meistens nicht gegeben oder nur zum Teil. Prototypen sollen dagegen auch funktionieren und in Optik und Haptik dem späteren Serienprodukt entsprechen. Wir sprechen hier von sehr kleinen Stückzahlen von 1 bis 25 Teilen. Nach dem Bau von Modellen oder Prototypen nehmen die Kunden ihre neu errungenen Eindrücke und setzen diese dann im Endprodukt um. Ich helfe sozusagen auf dem Weg, ein Produkt von der Idee bis zur Verkaufsreife zu bringen.
Mir ist die persönliche und individuelle Beratung ganz wichtig, denn nicht immer wissen die Kunden, was überhaupt möglich ist. Ich versuche mich auch nicht auf eine Branche zu fixieren, sondern bin breit gefächert aufgestellt. Im Modell- und Prototypenbau ist es nicht nur wichtig innovativ zu sein, sondern auch agil. Die meisten Kunden haben nicht wochenlang Zeit, sondern brauchen oft schnell ihr Produkt. Hier möchte ich mit einer Manufaktur mit einem kleinen, starken Team agieren, um den persönlichen Kontakt zum Kunden zu bewahren.
 
Elisabeth Neumann: Wer braucht denn Modelle?

Deniz Scheler: Meine Kunden sind u.a. Start Ups, Design Studios, Handwerker, Automobilzulieferer, Konstruktionsbüros, Konzerne, aber auch Privatpersonen. Eigentlich jeder, der ein Modell oder erste Bauteile braucht und Hilfe bei der Herstellung benötigt.

Elisabeth Neumann: Hatten Sie Unterstützung bei Ihrem Schritt in die Selbstständigkeit und warum haben Sie gerade in Offenbach gegründet?

Deniz Scheler: Ja, ich habe den Gründungszuschuss von der Agentur für Arbeit in Anspruch genommen. Hierbei bekommt man finanzielle Unterstützung für die ersten 6 Monate der Gründung. Damit hat man die erste Zeit ein wenig den Kopf frei und muss sich nicht Gedanken machen, wie man am Ende des Monats die Miete, Nebenkosten und Krankenversicherung zahlt. Des Weiteren hatte ich noch ein Beratungsgespräch mit der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, was mir sehr weitergeholfen hat.

Ich wohne jetzt seit 3 Jahren in Offenbach und bin vom kreativen Umfeld begeistert. Ich denke, dass Offenbach eine gute Stadt zum Gründen eines Unternehmens ist, man bekommt viel Hilfe und Unterstützung von allen Seiten, das macht es gerade am Anfang sehr viel leichter und es macht dadurch auch sehr viel Spaß. Für Büroarbeiten und kleine Fertigungen habe ich einen Raum in den Zollamt Studios bekommen, was nicht nur aufgrund der günstigen Verkehrsanbindung ideal ist, sondern insbesondere das kreative und Urbane Umfeld und ich sehe viel Potential mit meinem Firmensitz in Offenbach.

Elisabeth Neumann: Nach dem guten Start in diesem Jahr – wo soll die unternehmerische Reise hingehen?

Deniz Scheler: Im ersten Jahr möchte ich mein Unternehmen gute aufgestellt haben und viele neue Kunden gewinnen, bei denen ich mir einen guten Ruf erarbeiten kann. Im zweiten step habe ich das Ziel, mich zu erweitern in Form von Räumlichkeiten und einem gutem Team von Angestellten.

Danke für das Interview. Wir wünschen Ihnen alles Gute und natürlich steht auch zukünftig das Gründerstadt-Netzwerk bei Bedarf beratend zur Seite!

Kontakt:

Monkey Prototype by Deniz Scheler

Frankfurter Straße 91, 63067 Offenbach

0163 5810810, d.scheler@monkeyprototype.de

www.monkeyprototype.de


Theresa Andani- see the world beyoutiful

Wo anders als in der Stadt mit dem deutschlandweit höchsten Ausländeranteil könnte ein transkulturelles Modelabel entstehen!? Und so wurde Offenbach im Oktober letzten Jahres zum Geburtsort von „Theresa Andani“. Hinter „Theresa Andani“ steht die 32-Jährige Designerin und Schneiderin Theresa Klinkenberg mit ihrem kreativen und handwerklichen Geschick und einer extra Portion Liebe zur kulturellen Vielfalt unserer Erde.

Sie ist ausgebildete Modedesignerin und Maßschneiderin und blickt auf einige lehrreiche Jahre an Bühnen und Sets diverser Theater-, Opern- und Filmproduktionen zurück.

Mit diesen Fähigkeiten und einem breit gefächerten Erfahrungsschatz im Gepäck, begibt sie sich nun mit uns auf textile Weltreise. Dabei richtet sie sich an weltoffene und selbstbewusste Frauen, deren weibliche Kraft und Schönheit sie durch farbenfrohe und feminine Dirndl und Kleider noch mehr betonen will. Das Handwerk des Dirndlschneiderns wurde ihr (groß)mütterlicherseits quasi in die Wiege gelegt und somit fließen auch ihre bayrischen Wurzeln in ihre Arbeit mit ein.

Startpunkt der Reise ist Ghana, die „Goldküste“ Afrikas, womit sie aufgrund der Liebe zu ihrem ghanaischen Mann und Vater ihres 2-Jährigen Sohnes besonders verbunden ist. So kehrte sie dem winterlichen Deutschland im Dezember und Januar 17/18 ihren Rücken zu und ließ sich vom farben- und lebensfrohen ghanaischen Leben inspirieren. Aktuell arbeitet sie also an ihrer ersten Kleider- und Dirndlkollektion aus ghanaischen Stoffen, welche in Kürze erworben werden kann. Dabei handelt es sich immer um (Klein-)Serien, die in geringer Menge und in liebevoller Handarbeit in deutsch-ghanaischer Kooperation entstehen. Hand gewebte oder bedruckte Stoffe aus Ghana werden von Theresa in einzigartige Kleider und Dirndl verwandelt.

In der Vorbereitungs- und Gründungsphase wurde sie von KIZ Offenbach professionell und individuell beraten und seit Januar 2017 wird sie von youth business germany als Talent u.a. in Einzel- und Gruppencoachings gefördert.
Wer mag, kann Theresa Klinkenberg und ihr Label „Theresa Andani“ jetzt schon auf Facebook und Instagram verfolgen. Atemberaubende Bilder und Videos von der Ghana-Reise garantieren Fernweh. In diesem Sinne: be part and see the world beyoutiful!

Kontakt:
„Theresa Andani“ - Theresa Klinkenberg
Bettinastraße 70, 63067 Offenbach
0176-43137944
theresa@theresaandani.de


Offenbacher gewinnen 1. Preis des Gründerwettbewerbs „Hessen-Ideen“ FRAME ONE entwickelt maßgefertigtes Fahrrad

Am 09. November zeichnete Wissenschaftsminister Boris Rhein die Preisträger des Hessischen Ideenwettbewerbs 2017 „Hessen Ideen“ aus. Eins der drei Siegerteams war FRAME ONE aus Offenbach. Frau Neumann, von der Gründerstadt Offenbach, interviewte Mervyn Bienek, einen der drei Gründer von FRAME ONE.

Elisabeth Neumann: Mit welcher brillanten Idee habt Ihr die Jury beim Ideenwettbewerb 2017 überzeugt?
Mervyn Bienek: Wir wollen Fahrräder mit Hilfe von 3D-Druckern maßfertigen, diese lokal produzieren und das zum Preis eines herkömmlichen Fahrrads. Diese Innovation ermöglicht FRAME ONE durch einen partiell 3D-gedruckten Rahmen. Jedes Fahrrad wird auf Anfrage hergestellt und ist ein Unikat! Nicht nur weil es sich den Körpermaßen des Kunden anpasst, sondern auch weil es persönlich individualisiert werden kann. Die Gestaltung ist klar, modern und Ausdrucksstark und richtet sich nicht nur an eine technikaffine Zielgruppe, denn wir machen 3D-Druck erlebbar und verständlich für alle. Außerdem ist es uns wichtig, die Produktion zurück in die Stadt zu holen und den Kunden zum aktiven Teil des Prozesses zu machen. Sprich „Made in Hessen“.


Neumann: Wie seid Ihr auf diese Idee gekommen?
Mervyn Bienek: Die Idee entstand bereits 2016 in einem Kurs der HfG Offenbach mit Professor Peter Eckart. Wir, Felix Pape und ich, beschäftigten uns als Produktgestalter viel mit urbaner Mobilität. Die eigene Erfahrung sowie die Recherche ergaben, dass immer mehr Menschen regelmäßig Fahrradfahren, sich allerdings falsch auf dem Fahrrad halten. Unsere Erfahrung hat gezeigt: oft sind herkömmliche Fahrräder nicht richtig eingestellt worden oder sind komplett unpassend für den Fahrer konstruiert. Diese Erkenntnis haben wir mit den Potentialen von neuen Produktionsmethoden kombiniert und den Grundstein für FRAME ONE gelegt - das erste Fahrrad seiner Art.


Neumann: Oft entstehen während des Studiums viele Ideen, die dann in Schubkästen landen. Warum habt Ihr genau diese Idee weiterentwickelt und wie?
Mervyn Bienek: Weil wir es nicht bei einem Konzept belassen wollten. Wir haben den Wirtschaftswissenschaftler und gründungsbegeisterten Philip Hunold mit ins Team geholt. Der Reiz, gemeinsam ein Produkt zu entwickeln und auf dem Markt zu etablieren, überwiegt schon lange. Und die Vorstellung, Dienstleister für andere zu sein und nie das eigene Produkt in Händen zu halten.


Neumann: Was sind Eure Ziele und Wünsche für die Zukunft?
Mervyn Bienek: Auch bei aller Mühe und Schwierigkeiten als junger Unternehmer ist unser Ziel klar: In einem Jahr wollen wir einen zulassungsfähigen Prototypen entwickelt haben und die erste Kleinserie verkaufen. Bis jetzt unterstützen uns schon starke Partner wie Continental, 3D-GENCE und Trideus aber wir suchen nach weiteren strategischen Kooperationspartnern und einem Ingenieur, der das Team ergänzen möchte, um die nächste Etappe zu erreichen.
Danke für das Interview und herzlichen Glückwunsch zum Sieg! Wir hoffen, auch in Zukunft noch Einiges von Euch zu hören!

Kontakt:
Mervyn Bienek, Felix Pape, Philip Hunold
Bismarckstraße 10, 63065 Offenbach
0157 54517715, frameonebike@gmail.com


„You can’t know, until you grow“

Wie so einige erfolgreiche Unternehmensgeschichten beginnen auch die von Martin Kroll und Martin Morras Ganskow vor knapp zwei Jahren in einer Studentenbude in Aschaffenburg. Bereits nach ihrem ersten Praktikum im Immobilien- und Steuerbereich merkten sie schnell, dass das eigentlich gar nichts für sie ist.

Vielmehr interessierte die beiden Jungs eine Trend- und Lifestylebewegung, die sich rund um Bärte dreht. Bartöl, das goldene Elixier, das auch den wildesten Männerbart wieder streichelzart macht, war ab sofort ihre neue Mission und wurde unter dem Namen „Gøld’s“ zum neuen Trendprodukt für echte Kerle mit weichem Bart.
Mittlerweile haben die beiden Freunde ihren Sitz in Offenbach und sind auch über die Stadtgrenzen hinaus sehr bekannt - was nicht zuletzt ihrer Teilnahme an der beliebten Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ zu verdanken ist. Mittlerweile verkaufen Sie neben Bartöl im Hochpreisigen Segment auch Bartkämme sowie -bürsten und Caps. Aber damit soll noch lange nicht Schluss sein und weitere Produkte sind geplant und werden in Kürze folgen.
„Gøld’s“, das sich übrigens aus dem norwegischen Wort für Bier „øl“ und Gold zusammensetzt, ist weitaus mehr als einfach nur ein Trendprodukt, sondern verbindet gleichgesinnte Männer miteinander und verkörpert all das, was coolen Kerlen Spaß bereitet. Nicht umsonst bezeichnen die Gründer ihre Bartcommunity gerne auch als „Familie“.
Wer jetzt schon nach passenden Weihnachtsgeschenken für den Mann oder einfach nur nach einem tollen Bartöl für sich selbst sucht, hat mit „Gøld’s“ aus Offenbach in jedem Fall den richtigen „Tropfen“ gefunden.


Kontakt:
Gøld’s
Rathenaustr. 22a
63067 Offenbach am Main
https://goelds.de/pages/kontakt


Erfolgreiches Netzwerk für Animation und Film

PixelPEC wurde 2014 in Offenbach am Main gegründet mit neun Freelancern im Kernteam und verfügt mittlerweile über eine leistungsfähige Kreativstruktur von rund einhundert Freelancern. Als Freelance-Netzwerk für Animation und Film sind unsere Strukturen und Arbeitsweisen zukunftsorientiert ausgerichtet an den Bedürfnissen der jungen Arbeitswelt kreativer Freiberufler von heute. Unsere Struktur wächst mit unseren Projekten. Unser Team rekrutiert sich aus Absolventen hessischer Film- und Medienstudiengänge und bietet diesen so eine hervorragende Möglichkeit für den erfolgreichen Berufseinstieg in den Medienbereich. Im mittlerweile vierten Jahr seit Gründung können wir zurückblicken auf zahlreiche Medien-Produktionen für Industrie- und Wirtschaftsunternehmen, als auch öffentliche Sendeanstalten und erleben, wie unsere Unternehmensstruktur immer weiter wächst.

Die Idee zu PixelPEC entstand aus meiner vorausgegangenen Arbeit für das bundesweit einzigartige Hochschulnetzwerk hessische Film- und Medienakademie (hFMA), für die ich langjährig als Projektleiter tätig war. Als virtuelles Hochschulnetzwerk verzichtet die hFMA bewusst auf kostenintensive Analogstrukturen und schafft für die beteiligten 13 Hochschulen Mehrwerte durch Synergien. Mit PixelPEC habe ich diese Struktur erfolgreich in den kommerziellen Sektor überführt.

Animation stellte 2014 den Ausgangspunkt für PixelPEC dar. Hier hatten wir uns das größte Alleinstellungsmerkmal in Kombination mit den niedrigsten Investitionsrisiken versprochen. Diese Strategie ging gut auf und schaffte optimale Ausgangsbedingungen für den nächsten Schritt, den wir aktuell vollziehen: große Filmprojekte anzugehen und sich auch in diesem Bereich als regionaler Netzwerk-Player für den Filmemachernachwuchs zu positionieren. Die im Juni 2016 erfolgreich erhaltene Unternehmensförderung der HessenFilm (Talentpaketförderung) über 140.000 € bietet uns hier großartige Entwicklungsmöglichkeiten für die Entwicklung narrativer TV- und Webformate. Basierend auf den Erfahrungen, die wir mit PixelPEC gemacht haben, bauen wir außerdem aktuell das Agentur-Netzwerk studio-vaif auf, das Kunden in ihrer Unternehmenskommunikation ganzheitlich und interdisziplinär in allen Belangen und Medien betreuen können wird. Auch dies ist eine großartige Möglichkeit für nachhaltiges Networking und synergetischer Kooperation zwischen hessischen Nachwuchs-Talenten.


Kontakt:

PixelPEC UG (haftungsbeschränkt)
Bismarckstr. 213, 63067 Offenbach
hallo@pixelpec.de, 069.956.49.453, www.pixelpec.de

Foto
Geschäftsführer PixelPEC Sebastian Simon
(Foto PixelPEC)



Gründergeist inspiriert 150 Schüler - Theodor-Heuss-Schule und IHK setzen Theorie in Praxis um

An der Theodor-Heuss-Schule in Offenbach startete im September 2016 erstmalig das Projekt „Unternehmensgründung“. Die Idee war das theoretische Wissen aus dem Unterricht mit praktischem Tun zu untermauern.  Dafür holte sich die THS starke Netzwerkpartner wie die IHK Offenbach und bestehende Unternehmer aus und um Offenbach in die Jury. 50 Gruppen gingen ins Rennen und Hanno Schäfers, Lehrer für Politik und Wirtschaft und Mathematik an der THS, ist stolz, dass die Schüler intensiv und motiviert an dem Unternehmensgründungsprojekt mitgearbeitet und sehr gute Ergebnisse erzielt haben.

„Ich finde es wichtig dass die Lernenden mit der Teilnahme an diesem Projekt eine Möglichkeit bekommen,  ihr theoretisches Wissen auch praktisch anwenden zu können. Damit wird  die Selbstständigkeit der Schüler gefördert wird, da im Rahmen des Projekts unternehmerisches Handeln gefordert ist. Die  Schülerinnen und Schüler bekommen  alternative Wege zu einem Studium aufgezeigt, da sie zum Beispiel mit der Erstellung eines Businessplans und der Unterstützung der IHK Offenbach sowie den drei Unternehmen wertvolle Einblicke in  Gründungstrategien von Unternehmungen erlangen können.“ so Schäfers weiter.

Für die teilnehmenden Schülergruppen war es ein spannendes Erlebnis, bei dem sie viel über das Thema Selbstständigkeit aber auch sich selbst lernen konnten. So überlegte sich das Team um
Natalya Silva de Vasconcels die erste Shisha-Bar für Frauen zu gründen. Persönliche Gastronomieerfahrungen und der kulturelle Bezug brachte sie auf die Idee. Über den Unterricht hinaus investierten sie viele Stunden, um den Businessplan zu erstellen. Ihr begeistertes Fazit: „Wir lernten uns dabei persönlich intensiver kennen, erkannten  unsere Stärken und Schwächen und wurden ein super Team.“

Eine ganz andere Idee hatte die Gruppe um Eyüp Kiran, die eine Handy App entwickeln wollten. Mit Hilfe der App bekommt man Bekleidungsvorschläge, um vom coolen Freizeit-Look bis hin zum smarten Business-Dress immer richtig gekleidet zu sein. Kiran sagt, ihm sei bewusst geworden, dass eine Selbständigkeit vielfältige Herausforderung beinhaltet. Sein Vater ist selbst Unternehmer und er weiß durch das Projekt jetzt erst, wie kompliziert die Realität aussieht. Eigentlich wollte er sich gleich nach der Schule selbständig machen, aber nun will er lieber erst eine gute Ausbildung absolvieren, um mehr Erfahrungen zu sammeln.


Stolz berichtet Ismail Isik von der Idee „UmbrellaLED“, die sein Team entwickelt hat. “Wir wollten uns spezialisieren und haben daher ein bestehendes Produkt trendig gemacht.“, so Isik. Regenschirme sollen mit Hilfe von aufgebrachten LEDs als Werbeträger genutzt werden. Um die Jury zu überzeugen, baute das Team sogar einen Prototypen. „Uns hat es viel Spaß gemacht und wir fanden es toll, dass wir und unsere Idee anerkannt wurden.“ sagt Isik.

Auch die Jury war beeindruckt, mit welcher Energie und Interesse die Schüler aktiv dabei waren. Bernd Eckmann, Gründungsberater der IHK Offenbach meint: „Es war motivierend mitzuerleben, wie die Pläne Gestalt annahmen und die Schüler dabei hinzu gelernt haben. Bei vielen reifte die Einsicht, dass nicht Spontanität, sondern Beharrlichkeit und Ausdauer sowie vorausschauendes Planen Garanten für eine erfolgreiche Unternehmensgründung sind."

Alle Beteiligten sind sich einig: Das Projekt hat sich gelohnt. Tolle Ideen entstanden, die vielleicht auch zu konkreten Projekten werden, Kontakt wurde geknüpft und handfeste Preise, wie Gutscheine für einen Kletterkurs oder eine Segway-Tour durch Offenbach belohnten die intensive Arbeit der Schüler.

Kontakt:
Theodor-Heuss-Schule
Berufliche Schule für Wirtschaft und Gesundheit der Stadt Offenbach am Main
Buchhügelallee 86, 63071 Offenbach
069 / 80 65 24 35,
THS@verw.ths.schulen-offenbach.de

IHK Offenbach, Bernd Eckmann
Frankfurter Straße 90, 63067 Offenbach
069 8207-141,
eckmann@offenbach.ihk.de


„Shorts at Moonlight“ brachte den Durchbruch

Wir kennen sie, die sympathischen virtuellen Gestalten im PC, die mit uns sprechen, als seien sie reale Personen. Im Internet helfen sie uns, ein Konto zu eröffnen, eine E-Learning-Einheit durchzuarbeiten oder sich mit Hilfe der Krankenkasse das Rauchen abzugewöhnen.

Julia Willem ist eine der Schöpferinnen solcher animierter Figuren, aber sie kann noch viel mehr. Die 28-jährige hat am Hessenring ein kleines Büro, in dem sie nicht nur virtuelle Figuren entwirft und zum Leben erweckt, sondern Geschäftskunden alle möglichen Medienproduktionen bietet, mit Spezialisierung auf Corporate Design und Animationsfilme.

...mehr Informationen zu Momente & Emotionen für immer

Im Mai 2015 hat Julia Willem ihren Bachelor im Bereich Virtual Design im Spezialgebiet Motion Graphics gemacht. Virtual Design ist ein Studiengang. Im Mai 2015 hat Julia Willem ihren Bachelor im Bereich Virtual Design im Spezialgebiet Motion Graphics gemacht. Virtual Design ist ein Studiengang an der Hochschule Kaiserslautern rund um 3D, interaktive Anwendungen und virtuelle Räume. Während des Studiums machte die talentierte junge Frau ein Praktikum bei einer Frankfurter Filmproduktionsfirma und bekam noch während des Studiums einen Job angeboten. Der günstigeren Mieten wegen kam sie nach Offenbach. Leider konnte die Firma sie nach eineinhalb Jahren nicht weiter beschäftigen. So kam sie zur Offenbacher Arbeitsagentur in die Arbeitsvermittlung.

Sie hatte zwar immer damit geliebäugelt, aber nicht den festen Plan, sich selbständig zu machen. „Da kam allerhand zusammen“, lacht sie im Nachhinein. „Der Frust über die unerwartete Kündigung, der Erfolg bei ‚Shorts at Moonlight‘ und ein interessanter Kunde, der daraufhin mit einem Auftrag winkte.“ Dazu noch die Beratung durch ihre Arbeitsvermittlerin, die sie darin bestärkte, es mit der Selbständigkeit zu versuchen. „Die Sicherheit des Gründungszuschusses hat mir sehr geholfen und mich zu dem meinem Vorhaben ermutigt“, sagt die junge Frau heute.

Mit Hilfe der Arbeitsagentur wurde Julia Willem im Oktober letzten Jahres Geschäftsführerin ihres eigenen Unternehmens „Pink Pigsel“ (www.pink-pigsel.de).

Die Agentur für Arbeit kann Existenzgründungen fördern, wenn ein Restanspruch auf Arbeitslosengeld I von mindestens 150 Tagen besteht. Der Geschäftsidee muss durch eine fachkundige Stelle die Tragfähigkeit bestätigt werden und die persönliche Eignung für die Selbständigkeit muss gegeben sein. Ob Gründungszuschusses gewährt wird, liegt immer im Ermessen der Arbeitsagentur. „Wenn es genug offene Stellen gibt oder sachliche Gründe dagegen sprechen, muss er verwehrt werden. Das hat der Gesetzgeber so festgelegt“, erläutert Arbeitsvermittlerin Astrid Ehrhard.

In den ersten sechs Monaten beträgt der Gründungszuschuss so viel wie das individuelle Arbeitslosengeld plus 300 Euro monatlich. Später kann er für weitere neun Monate in Höhe von 300 Euro geleistet werden. Zudem kann man sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern.

Mittlerweile hat Julia Willem noch weitere Kunden gewonnen, unter anderem aus dem Medizinsektor. „Ich arbeite für Unternehmen jeder Größe“, erläutert sie. „Auch Mittelständler brauchen heute vernünftige Internetauftritte, gehen auf Messen oder haben Produkte, die erklärungsbedürftig sind.“

Gründungswillige können sich im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Arbeitsagentur Offenbach an jedem ersten Montag im Monat detailliert über Voraussetzungen der Förderung informieren.

Wer beabsichtigt, sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbständig zu machen, sollte in jedem Fall gleich nach der ersten Idee mit seiner Arbeitsvermittlerin oder seinem Arbeitsvermittler sprechen. Termine gibt es unter Telefon: 0800 4 5555 00 (kostenlose Hotline).


Kontaktdaten Julia Willem:


pink pigsel- Ihr Experte für Corporate Design & Animationsfilm

mobil: 0151 54823660
phone: 069 46909537
email: contact@pink-pigsel.de
web: www.pink-pigsel.de


Manga-Schule im Ostpol

Christina Plaka, die bekannteste deutsche Mangazeichnerin, hat im Sommer dieses Jahres im Gründercampus Ostpol ihre Zeichenschule i am mangaka! gegründet. Nach elf Büchern möchte sie ihr Wissen weitergeben und Begeisterung für diese japanische Tradition bei Kindern wie Erwachsenen wecken

In Deutschland gibt es bisher nur eine Manga-Zeichenschule in Hamburg mit einer Niederlassung in Neuss. Daher ist die Schule von Christina Plaka zwar nicht die erste, aber dennoch einzigartig in Deutschland, da sie den Fokus auf die traditionelle, also manuelle und nicht auf die digitale Herstellung von Manga legt. Und das ist nicht alles, denn gleichzeitig wird auch die japanische Bildsprache, Bildsymbolik und Kultur mit vermittelt, wofür Frau Plaka als professionelle Mangaka und Japanologin besonders qualifiziert ist. Basis dafür war unter anderem das zweijährige Studium in Kyoto und ihr Abschluss als Master of Manga Studies.

Regelmäßig sind Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene im Angebot, und bereits der Sommer-Ferien- Workshop war ein voller Erfolg. Die positiven Rückmeldungen ihrer Teilnehmer geben ihr Kraft und Zuversicht, denn die Gründung der Zeichenschule erforderte Risikobereitschaft und eine genaue Planung. „Ich habe dafür die Gründungsberatung von KIZ in Anspruch genommen – hier habe ich das Buchhaltungs- und Business-Plan-Seminar besucht und viele wertvolle Tipps, Antworten zu Fragen und nützliche Unterlagen für mein Unternehmen erhalten. Das hat mir vor allem geholfen, die Umsetzung meines Projektes bzw. meiner Vision Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen“, erinnert sich Plaka.

Für die Zukunft hat Christina Plaka noch vieles vor, welches auch über die Manga-Schule hinausgeht. Ein Traum von ihr ist es, über i am mangaka! den Kulturaustausch zwischen Japan und Offenbach zu unterstützen, indem sie den Schüleraustausch zwischen Offenbach und Kawagoe unterstützt oder Kooperationen mit japanischen Institutionen aufbaut.

Kontakt:
Christina Plaka, i am mangaka! Manga Zeichenschule Rhein Main
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, Offenbach,
Tel.: 0157-39330069, E-Mail: hello@i-am-mangaka.com


Gründungsidee aus Liebe zu Offenbach

Josip Budimir, gebürtiger Offenbacher, liebt seine Heimat und Bier. Daraus entstand seine Gründungsidee „Offenbacher Stoff“. Als ehemaliger Absolvent der Hochschule für Gestaltung startete er seine berufliche Karriere  als Angestellter in diversen Werbeagenturen in Hamburg und Frankfurt im Bereich der Kreation. Er verantwortete die ganzheitliche Konzeption und gestalterische Entwicklung von Marketingmaßnahmen für nationale und internationale Unternehmen und Konzerne. Dann entdeckt er in einer Wochenzeitung die Geschichte eines Dortmunder Mannes, der ein altes Bierpatent mit dem dazugehörigen Rezept sein eigen nennen darf. Dieser hatte erst im Rentenalter angefangen das Rezept zu brauen. So lange wollte  Budimir aber nicht warten und konkretisierte seine Idee von einem Offenbacher Bier.

 

2011 kam er aus Hamburg zurück nach Offenbach und recherchierte im Stadtarchiv nach alten Offenbacher Bieren. „Es gab auch in Offenbach Bier und Brauer“, erzählt Budimir, „allerdings wurde kein Braurecht ausgesprochen und verbrieft und daher ist leider die Offenbacher Biertradition nicht weitergegeben worden.“

Er fing klein an und bestellte Zutaten zum Bierbrauen und legte im Einmachtopf seiner Mutter die ersten Sude an. Die Marktrecherche ergab allerdings, dass wegen der schwankenden Qualität und gesetzlichen Restriktionen kein Interesse an hausgemachtem Bier bestand. Also musste Herr Budimir das ganze Projekt größer planen. Daher suchte er sich einen Partner und fand ihn in der Michelsbräu-Arnsteiner Brauerei. Diese blickt auf 300 Jahre Brautradition zurück und ließ sich für das Vorhaben begeistern. Stolz berichtet Budimir, dass er mit dem Braumeister das Rezept entwickelte, die Etiketten gestaltete und ein lokales Vertriebsnetz aufbaute.

Sein Ziel für die Zukunft ist, dass er gerne eine echte Brau- und Bierkultur in Offenbach etablieren möchte. Budimir ist optimistisch auch das zu meistern, denn die wachsende Fan-Gemeinde bestätigt ihn. „Ein Getränk, das mit starkem Bezug zur Stadt und Region aufbaut und mit Liebe und Leidenschaft hergestellt wird, regt zum Austausch an und verbindet Menschen“.

Kontakt: Josip Budimir – Offenbacher Stoff
Taunusstr. 19, 63067 Offenbach am Main
0174 49 69 187, kontakt@offenbacher-stoff.de


Auch mal auf Umsatz verzichten

„Man muss sich über seine Ziele bewusst sein und diese über das Tagesgeschäft stellen.“ Sonst, davon ist Arne Bippes überzeugt, wird aus einem Freelancer-Zusammenschluss keine große Agentur. Keine Agentur wie BippesBrandão aus Offenbach, deren Gründung von Anfang an auf Wachstum angelegt war. Bippes und sein Co-Gründer Ivon Brandão kennen sich schon seit der gemeinsamen Schulzeit. Brandão kam zum Studieren an der HfG nach Offenbach und machte sich danach selbstständig, während Bippes eine „gute Festanstellung“ bei einem DAX-Konzern bekam. Geschäftlich kamen beide zusammen, als Brandão sich von seiner ersten Agentur trennte, zugleich aber zu einem Pitch aufgefordert wurde. Dafür wurde Bippes sein neuer Partner, beide gewannen ihren ersten Pitch, bevor sie überhaupt ein Büro hatten, geschweige denn eine Agentur waren. Nach knapp 13 Jahren stetigem Wachstum beschäftigen sie in der Heyne-Fabrik 25 Mitarbeiter.

BippesBrandão plant, gestaltet und realisiert digitale Erlebnisse, die sich durch kreative Ideen, hochwertiges Design, intuitive Nutzerführung und zukunftsweisende technische Umsetzung auszeichnen. Dabei entstehen dann Lösungen wie Markenauftritte, Online Kampagnen, Social Media Integrationen oder Tablet & Smartphone Apps. Durch den Einsatz von Content-Management-Systemen und innovativen Frameworks kombiniert mit den neuesten Erkenntnissen aus Suchmaschinenoptimierung (SEO) und -marketing (SEM), umgesetzt in agilen Prozessen, werden auch schwierige Herausforderungen zu einer für Kunden und Nutzer optimalen Lösung geführt, getreu dem Leitgedanken „Nutzer verstehen“ und der Konzentration auf das Wesentliche: sowohl für die Kunden als auch in der Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber.

Was nach Zufallsgründung klingt, war das Gegenteil: „Wir wollten von Anfang an eine Agentur machen und haben entsprechend vorausschauend gehandelt“, blickt Bippes zurück. Im Kreativbereich gebe es gute Grundlagen für Selbstständigkeit. Laufe es gut für Freelancer, komme es oft zu Zusammenschlüssen gleichartiger Partner. „Aber man darf nicht nur die Projekte sehen, sondern muss perspektivisch arbeiten, wenn man langfristig Erfolg haben will“, sagt Bippes. Das bedeutet auch, nicht jeden Auftrag anzunehmen, obwohl Rechnungen im Briefkasten liegen, sonst fehlt Zeit für die Geschäftsentwicklung. BippesBrandão sind aus dieser Zwickmühle heraus gekommen, weil sie „lange nicht die Top-Verdiener in der Firma waren“, erinnert sich Bippes. Es gab Monate, da verdienten beide Gründer nichts oder deutlich weniger als ihre ersten Angestellten. „Man muss auch mal auf Umsatz und Gewinn verzichten, um sich um den Aufbau der Agentur zu kümmern, selbst wenn die Aufbauarbeit nicht sofort zu Einnahmen führt.“ Etwa wenn der Business Developer ab Einstellung bezahlt werden muss, aber nicht sofort Aufträge generiert. Oder wenn Organisation und Prozesse mit steigender Mitarbeiterzahl angepasst werden müssen. Gerade hier hat Bippes noch mehr Rat: „Auslagern, was man nicht selber kann. Und trotz hoher Arbeitsbelastung auf die Weiterentwicklung der eigenen Qualifikation achten. Denn nicht alles kann ausgelagert werden, aber learning by doing ist auch nicht immer die beste Lösung.“
Kontakt:

BippesBrandão GmbH
Andréstraße 49, 63067 Offenbach
Tel.: 069 4789 585 60
kontakt@bippesbrandao.de
www.bippesbrandao.de



OFFENBACH (K)LEBT

Marco Rodriguez, der 2013 seine Firma „as adhesive solutions e.K.“ gründete,  setzt neue Akzente im Bereich Klebetechnik. Sein Kundenumfeld bewegt sich in der kompletten Industrie, dort speziell in den Bereichen Konstruktion, Entwicklung und Produktion. Wie es Herr Rodriguez, der übrigens im Gründercampus OSTPOL beheimatet ist, geschafft hat, sein Unternehmen so erfolgreich aufzubauen, erfahren Sie im nachfolgenden Interview:

Wie kamen Sie auf diese Geschäftsidee?
Ich habe in den vergangenen Jahren in großen Unternehmen als Klebstoffexperte gearbeitet und dabei ein tiefes Know-how aufgebaut. Da der Bereich Klebetechnik in vielen Industriezweigen nur sekundär behandelt wurde, hat sich in den letzten Jahren eine Wissenslücke gebildet, die wir mit unseren Dienstleistungen schließen.

Was ist der Kern des Geschäfts?
Die große Besonderheit ist die ganz klare Ausrichtung auf die Klebetechnik. Hierbei handelt es sich um Prozessoptimierungen, Fehlersuchen, Roboterprogrammierung, Bahnoptimierungen und Prüfungen. Wir übernehmen zum Teil komplette Klebstoffprojekte und schulen die Anwender.

Welchen Nutzen hat der Kunde?
Durch unsere Fachkenntnisse im Bereich der Klebstofftechnik, der Automatisierung und der Robotik, können wir dem Kunden immense Kosten einsparen. Unsere Kunden können verschiedene Klebstoffe speziell für ihre Anforderungen testen lassen und sich somit absichern, dass der eingesetzte Klebstoff auch der Richtige ist. Ausfälle in der Produktion, die auf Probleme mit dem Klebstoff zurückzuführen sind, werden durch uns aufgedeckt und abgestellt. Unser Schulungsprogramm ermöglicht unseren Kunden, alle in der Produktion oder der Konstruktion beteiligten Personen, zielgerecht weiterzubilden, um somit ein Fehlverhalten vorzubeugen.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Die Anfragen für Klebstoffversuche sind stark ansteigend, so dass wir für dieses Jahr mit der Einstellung neuer Mitarbeiter kalkulieren. Ebenso arbeiten wir gerade gemeinsam mit einem Großkunden an einer engeren Zusammenarbeit im Bereich der Klebstoffroboter. Wir wollen in Offenbach wachsen. Hier haben wir das richtige Umfeld für positive Unternehmensperspektiven. Außerdem relaunchen wir einen Onlineshop für Klebstoffe. Wir möchten diese Webseite zu einem Komplettanbieter-Shop für Klebetechnik aufbauen.

Welche Tipps können Sie anderen Gründern für Ihren Start geben?

Den Mut zur Lücke finden, ein solider Finanzplan, ein machbarer Businessplan, viel Durchhaltevermögen und ein richtig gutes Netzwerk – das sind aus meiner Sicht die unternehmerischen Erfolgsfaktoren.

Wir danken Herrn Rodriguez für das Gespräch und wünschen ihm weiterhin alles Gute in Offenbach.

as adhesive solutions e.K.
Hermann-Steinhäuser-Str. 43-47
63065 Offenbach
www.klebstoffloesungen.de


Mit Leidenschaft und solidem Fachwissen in die Selbstständigkeit

Giuseppe Zuriago hat eine große Leidenschaft für Autos. Bereits in jungen Jahren interessierte ihn, wie ein Auto von innen aussieht und er schraubte daran herum. Aus dieser Begeisterung heraus erlernte er den Beruf des Karosserie- und Fahrzeugbauers, arbeitete sich bis zum Werkstattleiter in mehreren Karosseriewerkstätten hoch. „Ich konnte dabei viele praktische Erfahrungen sammeln. Diese Fähigkeiten und Fertigkeiten waren die Grundlage für meine Selbstständigkeit“, sagt Zuriago stolz. Im Mai 2014 startete er mit seinem Unternehmen „SVBO Kfz Sachverständigen Büro Offenbach“. Er erstellt Schadensgutachten, Wertgutachten für Gebrauchtwagen, Young- und Oldtimer, berät Kunden beim Kauf eines Gebrauchtwagens, überprüft aber auch Rechnungen von anderen Werkstätten uvm. „Eigentlich können sich alle Personen, die ein Fahrzeug besitzen und unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt worden sind, an mich wenden und das 24-Stunden am Tag“ führt er weiter aus. Seine Qualität und seine Zuverlässigkeit zahlen sich aus! Schon ein Jahr nach Gründung hat er viele Einzel- wie auch Großkunden und kann gut von seinem Geschäft leben.

Den Schritt in die Selbstständigkeit hatte er damals gut vorbereitet. Gespräche mit der Handwerkskammer (HWK), bei der es u.a. um die Zulassungsvoraussetzung, aber auch um viele betriebswirtschaftliche Fragen ging, wurden geklärt. Auch heute besteht ein enger Kontakt zur HWK und Kreishandwerkerschaft, denn er weiß, dass ein starkes Netzwerk sehr hilfreich ist. Deshalb ist Herr Zuriago auch in seiner Funktion als 2. Vorsitzender aktives Mitglied bei den Handwerksjunioren Offenbach und arbeitet zusätzlich im Vorstand des Landesverbandes Hessen mit.

Kontakt:
SVBO
Kfz Sachverständigen Büro Offenbach
Giuseppe ZuriagoBismarckstraße 6, 63065 Offenbach
069 23815229, zuriago@svbo-kfz.de, www.svbo-kfz.de

 


Darf es noch ein bisschen mehr sein?

„Offenbach hat sehr viel Potential für Kunden, die eine passende Immobilie suchen, ob Häuschen, Eigentumswohnung in einem Neubau oder ein klassischer Altbau - Offenbach ist immer in Bewegung. Ich begleite meine Kunden auf dem gesamten Weg zu ihrer Wunschimmobilie und nicht selten darüber hinaus. Flexibel auf die Lebenssituation meiner Kunden einzugehen und ein bisschen mehr Service zu bieten, als den reinen Vermittlungsauftrag einer Baufinanzierung, ist mein Ziel. Ich sehe mich als Beraterin meiner Kunden aber auch als realistische Ratgeberin bei Themen wie Risikoabsicherung und Bürokratie, welche häufig von den Kunden unterschätzt werden.“


Zur Vorbereitung holte sie sich noch fachmännischen Rat bei KIZ. Dabei ging es speziell um unternehmerische Themen wie Administration, Konkretisierung der Unternehmensstrategie und um die Website. Weitere Themen waren die Professionalisierung der Arbeitsunterlagen sowie die effizientere Gestaltung der Netzwerkarbeit.

Den notwendigen Rückhalt in der Selbstständigkeit erfährt Linda Heim von ihrer Familie, die ihr zu jeder Zeit den Rücken freihält und auch schon mal eine Stunde später zu Abend essen, wenn die Ehefrau und Mutter am Wochenende einen Abendtermin bei einem ihrer Kunden zusagt.

Linda Heim Finanzberatung, Merowingerstraße 52, 63075 Offenbach
Tel.: 0152 31872196, mail@linda-heim.de, www.linda-heim.de

Foto
Gründerin Lina Heim

Foto (Heim)


Kreativer Unternehmergeist in der Hassia Fabrik

Manuel Lehers Begeisterung lag schon immer darin, Menschen zusammenzubringen und auf eine besondere Art und Weise zu verzaubern. Bereits als kleiner Junge stand er mit seinem neuen Zauberkasten vor der Familie und versuchte mit aufwändiger Dekoration eine riesige Show zu machen. Und diese Leidenschaft hat er auch heute noch – er will Menschen zusammenbringen und verzaubern!

 

Manuel Leher kommt aus dem Odenwald und ist seit 2005 Wahl-Offenbacher. Nach einem kurzen Gastspiel in Frankfurt verschlug es ihn wieder zurück nach Offenbach, wo er seitdem wieder wohnt und arbeitet. Nach Beendigung seines Studiums zum Werbe- und Mediendesigner sammelte Manuel Leher zwei Jahre praktische Erfahrungen in der Event Agentur “ENVY”, die u.a. für die Samstags-Veranstaltungen im legendären Cocoon Club bekannt war. Mit dem von ihm für ENVY ins Leben gerufene TINGLE TANGLE CLUB tingelte er über ein Jahr durch ganz Deutschland, und auch auf Ibiza gab es einen Event Stop. Die Veranstaltungen zeichneten sich durch ein hochkarätiges Booking und eine besondere Show aus.

Da Manuel Leher schon immer eigene Events veranstalten und seine eigenen Ideen umsetzen wollte, fasste er den Entschluss zur Selbstständigkeit, und so ging im Januar 2009 die von Ihm gegründete Eventagentur PEAK an den Start. Noch im selben Jahr rief er mit seinen Partnern Carsten Schuchmann und Clarissa Lach “SEE-US-THERE” ins Leben. Von Anfang an sehr erfolgreich, findet das Open Air Musikspektakel jeden Sommer inzwischen 2 bis 3-mal im Leonhard-Eißnert-Park (Suppenschüssel) statt. Weitere Projekte von PEAK sind das “Le Bonheur Open Air” und die Mode-Endverbraucher Messe “YAM YAM Show”.

Seit November 2014 hat sich Herr Leher neuen grundlegenden Herausforderungen gestellt. Mit der neu angemieteten, fast 600 m² großen Indoor-Event-Location “HAUS DREI” in der Hassia Fabrik ergaben sich für PEAK fortan ganz neue Möglichkeiten. Für die technische Betreuung der Location konnte ein zusätzlicher Arbeitsplatz geschaffen werden. Auch die Möglichkeit, ausbilden zu dürfen, nutzt Manuel Leher im Bereich Veranstaltungskauffrau/-mann und bildet derzeit einen Auszubildenden mit viel Engagement erfolgreich aus. Neben den bereits vorhandenen Musik- und Szeneveranstaltungen ermöglicht nun die Indoor-Event-Location Feiern aller Art, von Tagungen, Firmenfeiern, über Workshops oder den bereits etablierten “Familienbrunch”, bis hin zu privaten Anlässen. In der Event-Location finden aber auch Inhouse-Projekte, wie der Sunday Urban Club, Modenschauen und noch vieles mehr statt.

Für Manuel Leher gab es keinen anderen Ort, an dem er seine Ideen so umsetzen konnte. „Offenbach ist eine offene, kreative Stadt, in der man einen inspirierenden Unternehmergeist spürt. Man trifft Gleichgesinnte mit denen man gemeinsam neue Projekte umsetzen kann“ schwärmt Leher. Schon lange ist er nicht mehr alleine tätig; er hat sich ein Team zusammengestellt und sieht das Ganze als eine Art große Familie. Seine Agentur PEAK Management sitzt in der Hassia Fabrik, wo er nun wohnt und auch arbeitet.

PEAK Management

Manuel Leher
Christian-Pleß-Straße 11-13, 63069 Offenbach
069 86007888, hello@peak-music.com

 

 


Luftaufnahmen: Aufstieg und Abstieg - immer ein Erfolg!

Für viele ist das Wort "Aufstieg" eng verknüpft mit wirtschaftlichem Erfolg. Die Macher der Flimmerkasten GmbH dagegen sind zufrieden, wenn es auch erfolgreich runter geht. Hört sich komisch an, ist aber so.

Angefangen hat für Björn Schneider alles nach dem Studium der Soziologie, Theater Film- und Fernsehwissenschaft als er bei einem regionalen TV-Sender in Bayern tätig war. Dort lernte er Kamera, Schnitt, Redaktion, Moderation, Bild- und Tonregie kennen und war anschließend als freier Kameramann und Drehbuchautor tätig. 1999 war es dann so weit - die Flimmerkasten GmbH wurde aus der Taufe gehoben.

Die Entwicklungen im Bereich Filmaufnahmen waren aufregend und rasant. Über die Jahre hinweg ging es immer mehr in die Höhe, denn bewegte Aufnahmen aus der Luft faszinieren, kribbeln angenehm im Magen und machen aus jedem Imagefilm, Werbespot oder Fernsehfilm etwas Einzigartiges, etwas Emotionales.

Alles begann mit einem eigenen Kamerakran, mit dem man schon sehr beeindruckende Bildaufnahmen machen konnte. „Wer aber einmal Höhenluft geschnuppert hat, will noch flexibler, noch höher hinaus“, sagt Schneider.

Nach einer intensiven Recherche und vielen Gesprächen mit Anbietern im Bereich „unbemannte Fliegerei" lernte er im Sommer 2013 über den Modell-Helikopter-Club Offenbach e.V. Thomas Kranz, einen begnadeten Modellbauer, kennen. Die Mischung stimmte – Kranz als begeisterter Kopter-Flieger und IT-Fachmann und Schneider als Kameramann mit viel Erfahrung ergänzten sich perfekt und schnell war eine neue Geschäftsidee geboren.

„Nach vielversprechenden Testflügen des eigens von Thomas Kranz entwickelten Kopters, ist es uns seit Anfang 2014 gelungen, stabilisierte Luftaufnahmen mit sehr hoher Bildqualität unter einem Abfluggewicht von 5kg anbieten zu können“ berichtet Björn Schneider stolz.

Sie schließen damit eine Lücke, die seit Jahren im Bereich der professionellen Luftaufnahmen existierte und bieten ein seltenes Leistungspaket in dieser Gewichtsklasse im Zwei- Mann- Betrieb. Dieses Teamwork hat sich bestens bewährt! Nur so sind Aufnahmen und Flugmanöver möglich, die den Zuschauer wirklich beeindrucken: 360 Grad –Panoramaschwenks, Filmflüge auf bis zu 100 m Höhe (mit Sondergenehmigung sogar noch höher).

Der Erfolg kann sich sehen lassen: Große Fernsehsender wie z.B. das ZDF, der Hessische Rundfunk, arte und Pro7 gehören schon zu ihren Kunden. Aber auch Städte und Kommunen entdecken für sich die Vorteile von Flugaufnahmen, z.B. um den Zustand von Dächern, Schornsteinen oder Hochspannungsleitungen zu inspizieren. Eine per Video- oder Fotoaufzeichnung langfristig dokumentierbare Analyse. "Aber auch für Gutachter sind wir bereits im Einsatz gewesen, um hochwertige Fotos aus der Luft zur Unfallrekonstruktion anzufertigen", berichtet Schneider.

Seit 2004 ist das erfolgreiche Unternehmen in Offenbach ansässig und fühlt sich hier sehr wohl. „Den Schritt in die Selbstständigkeit habe ich nie bereut. Für mich bedeutet es eine wirkliche Chance, viele unterschiedliche Aufgaben der Film- und Fernsehwelt wesentlich flexibler als in einer Festanstellung wahrnehmen zu können.“

Björn Schneider
Flimmerkasten GmbH
Bierbrauerweg 34
069 68609849, 0170 8142521
flimmerkasten@aol.com
www.flimmerkasten.de


Friseurmeister aus Leidenschaft!

„Jeder Mensch hat einen Beruf – doch ich habe eine Berufung“ sagt Roberto Paludi, der seit Mai 2013 in Offenbach Bürgel sein Friseurgeschäft „United Hairforce“ mit Erfolg führt. Der 28-Jährige Paludi wollte eigentlich kein eigenes Geschäft aufmachen und ging nach der Gesellenprüfung erst einmal zur Bundeswehr. Das war nicht wirklich seine Sache und daher entschloss er sich, in seinem erlernten Beruf weiter zu arbeiten. Er lernte verschiedene Salons kennen – vom Billiganbieter bis hin zum Salon mit gehobenem Ambiente – und machte berufsbegleitend seinen Meisterabschluss.



Dann erfuhr er von einem leerstehenden Laden in Bürgel und entschloss sich kurzfristig in die Selbstständigkeit zu gehen. Die Handwerkskammer gab ihm Tipps bei seinen intensiven Vorbereitungen. Er recherchierte das Angebot der anderen 7 Friseure vor Ort – schaute sich deren Schaufenster, die Preise und die Öffnungszeiten an und strickte sein eigenes Konzept. So entschloss er sich gerade montags, wenn alle anderen Friseure geschlossen zu haben, zu öffnen. Sein Laden ist geprägt durch gute Musik, Sekt zum Ankommen, lange Öffnungszeiten für Berufstätige und durch eine intensive Kundenberatung. „Meine Beratung geht mindestens 15 Minuten, denn wenn man nicht die Kundenwünsche versteht, kann man keine glücklichen Kunden gewinnen“, da ist sich der Friseurmeister sicher.

Herr Paludi hat sich durch seinen hohen Qualitätsanspruch und sein individuelles Konzept durchgesetzt. Viele Stammkunden bestätigen ihn in seiner Arbeit. Auch der wirtschaftliche Erfolg zeigt, dass er den richtigen Weg gegangen ist. „Es geht so gut, dass ich mir eine eigene Wohnung und ein tolles Auto leisten kann und somit meinen Lebensstandard verbessern konnte“, führt Paludi stolz aus.

Kontakt:
United Hairforce by Roberto Paludi
Falltorstraße 14, 63075 Offenbach
069 97760939, www.united-hairforce.de


Unternehmen in alleMunde bringen

Johann Kneißl eröffnete am 1. Februar 2014 die Kommunikationsagentur alleMunde – anders kommunizieren. Der überzeugte Offenbacher kann sich keinen attraktiveren Standort vorstellen: „Hier bin ich in der Welt der Kulturen zu Hause.“ In der Kreativstadt rund um die HfG und Ostpol, in der Nähe der Zollamt-Studios und Heyne-Fabrik fühlt sich der Existenzgründer wohl.

Johann Kneißl kann mit Menschen. Ob Gemüsehändler, Schreiner oder Medizinprofessor: der Facharbeiter für Landwirtschaft, Schlosser und Altenpfleger kennt viele Branchen und die Menschen in der Stadt. Er lebt seit 1985 in Offenbach, holte hier sein Abitur nach und entdeckt während des Studiums der Germanistik und Philosophie die „Sprache als Leidenschaft“.
Als sein Arbeitgeber nach acht Jahren das von ihm geführte Kommunikationsressort 2013 auflöst, fällt der Entschluss: „Die Kommunikationsarbeit ist mir eine Herzensangelegenheit“, sagt er überzeugt und entscheidet sich für die Selbstständigkeit. Er hat ein gutes Netzwerk und kennt den Bedarf der Unternehmen. Beim KIZ-Infoabend „Erfolgreich selbstständig“ sieht er sich mit seinem Projekt bestärkt.
Im Ostpol erstellt er seinen Businessplan, wird dabei von der Regionalen Kreativwirtschaft (RKW) finanziell unterstützt. Im Manufakturladen Etagerie im Offenbacher Nordend mietet er zum 1. Oktober 2013 ein Coworking-Studio, ein Mikrokredit der GLS Bank von 5.000 € bildet die Basis für die notwendigen Investitionen.
Der erste Auftrag kommt mit der Neugestaltung des Internetauftritts von seinem letzten Arbeitgeber, er übernimmt das Projekt „aus einer Hand“. Am 15. August 2014 ging das Produkt www.lebsite.de online. Seine Grafikagentur holt ihn als Texter für die Website eines Rhein-Main-Gesundheitsnetzwerkes, Flyer für Existenzgründer werden entwickelt: ein KIZ-Coach unterstützt monatlich bei Akquise und Buchhaltung, Konzepten und Verträgen.
Der Branchenkenner im Gesundheitswesen erweitert nach sechs Monaten seine Zielgruppe. Ein Katalog für einen grünen Messebauer, eine Stadtteil-Gewerbebroschüre und die Betreuung der Website eines Architektenbüros stehen auf dem Programm.
Zum Nutzen der Kunden handeln, authentisch bleiben, das eigene Profil schärfen und ökonomisch erfolgreich sein, nennt er die größten Herausforderungen. „Aber ich möchte nichts anderes mehr machen“, sagt Johann Kneißl.

alleMunde – anders kommunizieren
Taunusstraße 1, 63067 Offenbach am Main
Tel.: 069  17515675, Mobil: 0176 50353472.
Johann.Kneissl@allemunde.de,   www.allemunde.de

Foto (Jörg Baumann)


Malariafilms produzieren im Keller unterm Kaiserlei

Die weißen, gestärkten Hemdkragen, den Businessplan in der polierten Banker-Ledermappe und die elfenbeinfarbenen Visitenkarten haben Andere. Stipe Braun, Tarik Dorbane und Dominik Galic überzeugen Kreditinstitute und Kommissionen mit ihrer Arbeit. Wenn sie einen ihrer Filme zeigen, ist meist alles gesagt. Unter dem Namen „Malariafilms“ produzieren sie das, was der Kunde wünscht: Imagefilme, Musikvideos, Werbetrailer, Reportagen und Dokumentationen. In ihrem Studio am Rande des Kaiserleiviertels entwickeln sie ihre Konzepte und Ideen. Gerne auch ungewöhnliche, oft mit individueller Handschrift und immer professionell umgesetzt.

Im düsteren Untergeschoss ist der Sommer ausgesperrt. Hier arbeiten Braun, Dorbane und Galic unter der Stadt an ihren Filmen. Seit fast 2011 existiert die Produktionsfirma nun offiziell. Gestartet haben Sie als Film-Freaks, die Nächte vor dem PC verbrachten, die sich heute zu professionellen Produzenten entwickelt haben. „Wir wollten von unserem Job leben können und dafür war eine Professionalisierung notwendig. Wir können nun noch bessere Ergebnisse abliefern und das entspricht unserer Philosophie“, sagt Galic.

Sie haben sich ihr Handwerk selbst beigebracht. Tarik Dorbane ist gelernter Bühnenbeleuchter, Dominik Galic Tonassistent und Stipe Braun hat lange für eine Film-Produktionsfirma in Stuttgart gearbeitet. Alles fing mit Videos für Musiker an, da die Drei selbst aus der Musikbranche kamen. Heute produzieren Sie alles, was mit Visualisierung zu tun hat. Gerade haben Sie ein komplettes Album visuell für einen namhaften Künstler aus Frankfurt umgesetzt. Dabei übernehmen Sie von der Location-Suche, der künstlerischen Leitung, der Beleuchtung, der Kameraführung und der Postproduktion alles was dazugehört.

Die Firma hat ihren Sitz in Offenbach, obwohl die Unternehmer aus Bad Vilbel und Gießen kommen. „Das hat seinen guten Grund, denn oft wird Offenbach unterschätzt“, sagt Braun. „Als Kreative sehen wir wahrscheinlich schneller die interessanten und schönen Ecken als andere. Auch durch die Förderung durch die Stadt und die Begleitung durch die Planstation hat sich unser Blickwinkel auf Offenbach noch einmal verändert. Jetzt sind wir nicht nur wegen der günstigen Mieten und der idealen Anbindung hier. Die Stadt glaubt an uns und das ist wichtig“, so Braun weiter.

„Malariafilms“ hat auch für die Zukunft große Ziele. Ihr Traum ist es, eigene große Filme zu machen und an anderen Produktionen mitzuwirken.

Kontakt:
Malariafilms
Goethering 54
63067 Offenbach
info@malariafilms.de
www.malariafilms.de


Erhan Dogan - 1take

Ich wurde 1987 in Offenbach geboren und auch hier gründete ich 25 Jahre später gemeinsam mit Kevin Stemberger unser Unternehmen 1take. Bis dahin war es ein langer und kein leichter Weg, aber mit der Unterstützung meiner Familie habe ich es geschafft. Ich kann behaupten, dass ich in mir dieselbe Zielstrebigkeit fühle, die mir mein Vater immer gepredigt und auch vorgelebt hat. Seit jeher lautet meine Devise „Ohne Fleiß keinen Preis“ und ich glaube fest an dieses Prinzip, denn Talent alleine reicht nicht.

Mein generelles Interesse für den „Film“ begann erst im Alter von 16 Jahren. Nach meinem Abitur wusste ich, dass für mich nur ein Studiengang in Frage kommt – Film. Ich bewarb mich an der Hochschule Darmstadt für den Studiengang „Digital Media“ im Bereich „Film“. Ich erkannte während des Studiums, wie fantastisch das Zusammenspiel von Bildern, Musik, Thematik und Schauspielerei wirken kann. Nach einer intensiven Recherche fühlte ich mich dazu bereit, meinen ersten Kurzspielfilm „Madeleine“ zu drehen. Der Film lief bundesweit auf zahlreichen Filmfestivals und wurde 2010 in Leipzig für die „Goldenen Kamera“ nominiert. Dieses Erfolgserlebnis spornte mich an, nachzulegen und weitere Kurzgeschichten zu verfilmen.

Ich erkannte, dass man für einen guten Kurzfilm ein gewisses Budget aufbringen muss, um mit hochwertigem Equipment zu arbeiten. Ich fing an, nebenberuflich als freischaffender Regisseur tätig zu werden. 2011 machte ich meine ersten Erfahrungen im Bereich Musikvideo, kurze Zeit später mit Imagefilmen. Ich baute mir in einer kurzen Zeit zuerst einen kleinen Kundenstamm auf, welcher sich mit der Zeit rasant vergrößerte. Somit finanzierte ich mir meinen Abschlussfilm „Lights. Camera. Action.“, mit welchem ich dann auch auf der 62. Berlinale als „Hessen Talents“ vertreten war.

2012 startete ich gemeinsam mit Kevin Stemberger unsere Medienagentur 1take im Logic Haus – ein wundervoller Ort in Offenbach, an dem kreatives Arbeiten und ein inspirierender Austausch möglich ist. Wir erweiterten unser Team um einen Regisseur, eine Grafikerin und einen Projektmanager, um schließlich Aufträge zu realisieren, welche einen großen Umfang mit sich brachten. Unsere Hauptdienstleistungen sind die Produktion von Image-, Werbe- & Eventfilmen und Musikvideos. Wir betreuten nun Kunden wie Goodyear, Sheraton Group, BMW usw. und pitchten Projekte. Gleichzeitig investierten wir weiterhin in hochwertiges Equipment, um eine technische Perfektion zu gewährleisten. Durch außergewöhnliche Konzepte und einer innovativen Kreativität verschafften wir uns einen festen Platz in der Musikbranche. Alleine durch unsere Musikvideos erreichten wir auf Youtube weit über 14.000.000 Menschen. 2013 wurden wir zur Krönung noch für den Hessischen Gründerpreis nominiert, was uns in unserem Glauben weiter gestärkt hat.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es mein Team und mich sehr viel Energie gekostet hat, um es so weit zu schaffen. Als Selbstständiger hat man keine festen Arbeitszeiten – vor allem in der Medienbranche. An Samstagen und Sonntagen zu arbeiten, ist schon fast zur Regel geworden. Letztendlich sind wir sehr glücklich und zufrieden, auf selbstständiger Basis zu arbeiten. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns und sind sehr gespannt, wohin uns der Weg führen wird.

Kontakt:
Erhan Dogan
Strahlenbergerstraße 125A
63067 Offenbach
Tel.: 0176 93366761
erhan@1take.de
www.1take.de


Kreative Goldschmiedin im ostpol°

Goldschmiedin Bärbel Stoeckermann

Bärbel Stoeckermann erhielt als experimentelle Schmuckkünstlerin internationale Awards und nahm an vielen internatonalen Ausstellungen teil.
Sie lehrte ab 1987 als Dozentin an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Von 2001-2007 lebte und arbeitete sie in Kairo. Dort zeigte sie ihre  Malerei und Skulpturen in Einzelausstellungen. Für soziale Projekte entwarf sie zudem Designs für T-Shirts, Taschen, Poster, Schmuck und mehr.

Zurück in Deutschland entwickelte Bärbel Stoeckermann eine neue Bildtechnik, mit der sie zur Eröffnung des neuen Fraunhofer Instituts in Darmstadt 16 Bilder ausstellen und vor einem wissenschaftlichen Publikum Vorträge hierzu halten durfte.
Im Mai 2012 zog Bärbel Stoeckermann mit ihrer Goldschmiedewerkstatt in den Ostpol. „Ich wollte mit unterschiedlichen Kreativen unter einem Dach arbeiten”, sagt die vielseitige Künstlerin. „Ich stelle ausgefallene Exponate her, aber auch schöne Alltagsdesigns für“Jedermann”.
Zum Thema der Nachhaltigkeit entstehen kleine „Stadtgärten“ Broschen und Anhänger aus Porzellanscherben in Silber, Gold und Steinen gefasst. Die individuellen Formen sind Unikate, die nicht wiederholbar sind. “Man muss dem Massenschmuck der Juweliere  etwas entgegensetzen“ sagt die Künstlerin.
Wer die Arbeiten von Bärbel Stoeckermann persönlich anschauen will, ist im Gründercampus ostpol° willkommen. Jährlich vor Weihnachten stellt sie im Frankfurter Römer aus. Die Künstlerin gibt  auch Schmuckkurse in ihrem ostpol°-Atelier.
Bärbel Stoeckermann
Goldschmiedemeisterin
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47
63065 Offenbach
Tel.: 06074-484 00 79, Mobil: 0177-592 28 14
E-Mail: stoeckermann@gmail.com
Web: www.stoeckermann.net


Vom Big Apple zum Marmeladenlaboratorium

Leiterin des Marmeladenlabors Frau Caktas.

Ja, eine Flasche Apfelwein im quirligen New York kann eine Inspiration für ein Start-up in der Heimatregion sein und viele Offenbacher und Frankfurter sind mittlerweile schon auf den Geschmack gekommen...

Deutsche Freunde schenkten mir eine Flasche Apfelwein als sie erfuhren, dass ich nach Jahren spannendster beruflicher Erfahrungen in der City that never sleeps entschieden hatte, zurück nach Deutschland zu gehen. Aufgewachsen in Würzburg hatte ich von Apfelwein gehört, aber von wirklich kennen konnte keine Rede sein. Nach einem stressigen Bürotag hatte ich das Gefühl, etwas mit den Händen arbeiten zu müssen und so wurde aus dem Apfelwein mit Geliermittel ein zart duftendes Gelee, das mit meinen Kollegen am nächsten Tag im Büro getestet wurde – und eine Geschäftsidee...

Klingt nach einem sehr emotionalen Beginn. Fakt ist, dass ich meine fundierte Ausbildung und die Erfahrung, die ich im Laufe der Jahre in verschiedensten Bereichen sammeln konnte, täglich zum Einsatz bringen muss, um ein so bodenständiges Thema in ein funktionierendes Business zu verwandeln.
Hauswirtschafterin, Hotelfachfrau, Aufbaustudium an der NY University, Luxushotellerie im operativen, personalbezogenen und strategischen Bereich als Director Training & Development, Projektarbeit und Qualitätsmanagement – das sind die beruflichen Stationen, von deren Erfahrung ich im täglichen Start-up Alltag profitiere.  


2011 gründete ich die Marke Genusswolke und das JamLab, mein Marmeladenlaboratorium, wo die Genüsse entstehen. Ende des Jahres gewann ich mit meiner Geschäftsidee einen Wettbewerb und nutzte das Preisgeld für einen Pop-up store in der Frankfurter Zeilgalerie, um die Genusswolke am Markt zu testen. Ein vierwöchiger Existenzgründerkurs und ein KfFW-Darlehen für die kleine Profiküche bildeten zusätzlich die Basis und seit dem stehen kontinuierlicher Aufbau, Akquise, Bestandskundenpflege, Organisatorisches und Administratives sowie auch das Kochen täglich auf dem Plan. Das Sortiment sind zarte Gelees und rustikale aber coole Chutneys, Fruchtaufstriche, Pestos und mehr. Regionale Apfelweingelees – auch mal in überraschenden Gewürzkombinationen wie das leckere Apfelweingelee mit orientalischen Gewürzen, Feines wie Quittengelee mit Rosmarin oder einfach nur Heimeliges wie Apfelgelee mit Zimt und Zucker. Das Motto: Tradition in die Moderne holen, gilt auch für die im Angebot befindlichen Kochkurse. Probieren kann man die Genusswolke-Produkte bei der Käserei L’Abbate, bei Feinkost Laier, bei EDEKA in Frankfurt und im Hessenshop, Frankfurt Sachsenhausen. Stets aktuelle Informationen findet man auf meiner Website www.genusswolke.de


Von der Pike auf Marketingexperte

Marketing Experte Thomas Meid

Thomas Meid kam mehr durch Zufall als Praktikant in eine kleine Agentur für Offset-Druckproduktion. Das war die erste Berührung mit der Kommunikationsbranche. Nach einer Ausbildung zum Werbekaufmann mit Schwerpunkt Druckproduktion schloss sich ein Studium als Diplom Marketing- und Kommunikationswirt an. Im Anschluss arbeitete Herr Meid als Marketing-Assistent bei der Messe Frankfurt.

Im Dezember 2011 wurde dann der Traum einer eigenen kleinen Agentur Wirklichkeit, die sich heute im Bereich der Marketingberatung mit den Schwerpunkten Inbound Marketing, Digital Asset Optimization und Closed Loop Marketing eine gute Reputation aufgebaut hat.

Seine Kunden kommen momentan fast alle aus dem Mittelstand. Gerade technische und erklärungsbedürftige Produkte und Projekte zu vermarkten, macht ihm besonders viel Spaß. „Meine größte Stärke liegt in der Reduktion von komplizierten Sachverhalten, so dass ich in diesem Bereich sehr erfolgreich bin“, sagt Thomas Meid.  

Bei seinem Start in die Selbstständigkeit war er damals sehr skeptisch, als die Agentur für Arbeit ihm riet, sich einen Gründer-Coach zu suchen. „Heute bin ich sehr froh, dass ich den Termin beim KIZ genutzt habe“, so Meid. „Neben vielen unternehmerischen Schwächen, denen ich mir gar nicht bewusst war, konnte ich meinen Unternehmergeist entdecken.“ Über diese Beratung ist er auch zu seinem jetzigen Büro im Gründercampus ostpol° gekommen. Der Schritt – raus aus dem Home Office, rein in das eigene Büro – sei das Beste, was er machen konnte, berichtet Thomas Meid.


Kontakt:
Thomas Meid
Gründercampus ostpol°, Hermann-Steinhäuser-Str. 43-47
069 17554940
mail@thomasmeid.de


Frisörin aus Leidenschaft

Am 09. April 2011 war es so weit - Frau Irini Sidira eröffnete stolz ihr eigenes Frisörgeschäft. Sie hat ihren Traumberuf von der Pike auf gelernt. Nach der Lehre als Frisörin schlossen sich der Meisterkurs und eine einjährige Berufstätigkeit an. Dann wurde sie Fachtrainerin bei Goldwell und merkte aber bald, dass es sie wieder zurück „hinter den Stuhl“ zog. Damit begann auch der Traum vom eigenen Frisörladen.

Ihr Laden befindet sich in einer ruhigen Seitenstraße. Die Ruhe dieses Ortes setzt Frau Sidira auch in ihrer Arbeit um. Die Besonderheit liegt in der Liebe zu diesem Beruf. „Ich setze gewöhnliche Dinge mit einer außergewöhnlichen Liebe um und das führt mich zum Erfolg“, so Sidira. Jeder Kunde ist individuell und exklusiv, denn Haare sind ein Teil des Körpers der die Privatsphäre betrifft. „Die innere Einzigartigkeit eines Menschen mit einem Teil seines Äußeren zu verbinden, das ist meine Aufgabe“ sagt Frau Sidira voller Überzeugung. Die Kunden sollen sich bei ihr wohl fühlen und die Qualität ihrer Arbeit schätzen.

Während der gesamten Gründungsphase stand sie nicht allein da. Intensiv betreute sie Herr Burghardt von der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. Er unterstützte sie beim Businessplan, der Umsatz- und Kostenplanung und allem anderen, was für die Bank benötigt wurde. Auch die Hausbank überzeugte Frau Sidira und gewährte ihr ein zinsgünstiges Gründungsdarlehen.
Das Geschäft entwickelte sich bis jetzt sehr gut und Frau Sidira ist zufrieden. „Ich tue das, was mich glücklich macht und werde sogar dafür bezahlt.“ Natürlich gab es auch schwierige Momente, aber die überstand sie. Abschließend resümiert sie: „Ich weiß, dass mein Betrieb ein dauerhafter Prozess ist und dass ich als Unternehmerin jeden Tag daran arbeiten muss. Es gilt, kleine Schritte zu machen und den Entwicklungen die Zeit zu geben, die sie brauchen.“

Kontakt:
Irini Sidira
Kirchgasse 36a, Offenbach
Telefon 069 27297552
Internet www.irinisidira.com


Ein Weg mit Umwegen zu Fresh’n delicious

Freshn delicious Catering Nicole Purwin & Andreas Theobald

Andreas Theobald stammt aus einer renommierten Gastronomiefamilie und sammelte nach seiner Ausbildung vielfältige Erfahrungen in etablierten Häusern. Dagegen kommt Nicole Purwin als studierte Toningenieurin aus einer ganz anderen Sparte. Sie lernten sich 2007 privat kennen und schnell wurde klar, dass beide nicht nur die Leidenschaft für die Musik, sondern auch für die Zubereitung von aufwendigen Speisen teilten. Aus ihrer Passion entwickelte sich ein handfestes Geschäft und sie übernahmen gemeinsam eine alte Gaststätte. Trotz viel investiertem Herzblut, viel Arbeit, Werbung und Geld war es schwer, das Unternehmen profitabel aufzubauen.

Es nahmen zwar viele Gäste die kulinarisch raffinierten Angebote wahr, aber es reichte nicht, um das Unternehmen in die Gewinnzone zu führen. Die logische Konsequenz daraus war die Schließung der Gaststätte. Ihren treuen Gästen boten sie aber weiterhin einen Catering-Service an, der gerne und oft wahrgenommen wurde.

Im April 2011 eröffneten sie das Pizzaschloss am Rande der Stadt in Frankfurt-Oberrad, direkt an der Stadtgrenze zu Offenbach nach der Devise: “Knusprige Pizza, raffinierte Pasta, knackig-frische Salate und mehr. HIER kocht noch ein gelernter Koch, der Dich und sein Handwerk versteht!“. Leider waren die Räumlichkeiten wegen eines Wasserrohrbruches nicht mehr nutzbar und die Suche nach einer geeigneten Immobilie für das Steckenpferd „Catering“ ging weiter. Anfang 2013 wurden sie in direkter Nachbarschaft zum Gründercampus ostpol° fündig.

Heute bietet Fresh’n delicious sowohl kalte, wie auch warme Speisen für private Feste an. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt im Business- und Messe-Catering. Es gibt zusätzlich werktags einen täglich wechselnden Mittagstisch, bei dem auch Vegetarier nicht zu kurz kommen. Als ganz besonderes Special verwöhnt Fresh’n delicious Pärchen mit einem Candle Light Dinner in den eigenen vier Wänden. Für alle, die gerne bei der Zubereitung eines Menüs dabei sein und daraus ein Event für Freunde und Verwandte machen möchten, gibt es Live Cooking und für die Zukunft sind darüber hinaus noch Kochkurse angedacht.
„Wenn alles nach Plan läuft, dann soll Fresh’n delicious in naher Zukunft schon DER Catering Service in Offenbach und Umgebung sein, der mit seiner Qualität und seinem Service überzeugt. „Ein bodenständiges und grundsolides Unternehmen“ sagt Andreas Theobald.


Kontakt:

Fresh’n delicious – Catering & more
Adresse: Hermann-Steinhäuser-Str. 44, 63065 Offenbach
Telefon: 069 710459358
E-Mail: info@freshndelicious.de


1+1=3?
Angelika Höfel von 3drittel

3drittel – wie man zu zweit erfolgreiche Werbung mit ganzen Ergebnissen liefert

Dritte Etage im Gründercampus ostpol°. 3drittel – Werbung im Ganzen steht an der Tür. Drei Personen findet man nicht dahinter, dafür aber zwei Köpfe, die genau wissen, was sie wollen: die Grafik-Designerin Angelika Höfel und die Kommunikationswirtin/Texterin Daniela Buck. Grafik-Design trifft Marketing. Text trifft Gestaltung. In der 3drittel-Denkart heißt das, Grafik beurteilt Text und Marketing Design. Das ist nicht immer einfach und auch nicht bequem. Aber erfolgreich.

Daniela Buck von 3drittel

An eine Partnerschaft dachten beide nicht, als sie sich bei einer Weiterbildung kennen lernten. Doch schon die ersten Projekte zeigten, dass jede genau das einbrachte, was der anderen fehlte. 2007 war es dann so weit oder wie beide sagen: „waren wir so weit“. Denn ihre Entwicklungsschritte sind immer gut und lange durchdacht. „Wesentliche Dinge, gerade wirtschaftliche, planen wir schon. Andere wiederum brauchen einfach Zeit, um zu reifen“, so Angelika Höfel. „Es ist wohl eher zufällig, aber alle zwei Jahre gibt es eine größere Veränderung, so dass unser Reifungszeitraum wohl bei zwei Jahren liegt.“ So zogen sie auch erst nach zwei Jahren in ein gemeinsames Büro. Ihr Wunschbüro fanden sie im ostpol°: professionelles Entree, vorzeigbare Besprechungsräume. „Damit konnte man sich sehen lassen. Das Haus ist authentisch. Es spiegelt unsere Art der Kundenbeziehung wieder“, führt sie weiter aus.

Der Name 3drittel sorgt immer wieder für Nachfragen. Mit dem Namen drücken beide jedoch genau das aus, was ihre Arbeit ausmacht. „Wenn nur wir Zwei das Ganze wären, wären wir vielleicht zu schnell festgefahren, so Daniela Buck. Je nach Projekt bereichern wir unser Team um Netzwerkpartner anderer Fachgebiete, um damit ein richtiges Ganzes liefern zu können.“
Angelika Höfel sieht oft den Kunden als drittes Drittel, der mit seinem Fachwissen erst zu erfolgreichen Ergebnissen führt. Das heißt aber auch, sich Zeit zu nehmen. Sich in die fachlichen aber auch emotionalen Welten der jeweiligen Kunden hineinzuversetzen.

In ihren Kundenbeziehungen bauen sie neben Kompetenz auf Verbindlichkeit, Beweglichkeit und sehr viel Persönlichkeit. Und auch ihr miteinander funktioniert so. Daniela Buck ist zweifache Mutter. Flexibilität und Verständnis sind da vor allem von Angelika Höfel gefragt. „Und das hat sie - ohne Wenn und Aber“, so Daniela Buck über ihre Partnerin. „In machen Dingen sind wir ein wenig Old Scool. Verbindlich nennen wir das.“


Daniela Buck & Angelika Höfel
3drittel
Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47
63065 Offenbach
Tel.: 069 69768088
E-Mail: post@drei-drittel.de
www.drei-drittel.de


Unternehmerin Ulrike Poster von Art Connection Offenbach

Art Connection Offenbach

Die Art Connection Offenbach wurde von Ulrike Djellouli-Della im Juli 2011 als Unternehmen gegründet, um Kunst auszustellen und zu vermarkten. Beruflich war dies ein Schritt in eine völlig neue Richtung, um ihre Liebe zur Kunst zu einer Lebensaufgabe zu machen. Vorher hat Frau Djellouli-Della 23 Jahre lang bei einem Finanzdienstleister in Frankfurt in verschiedenen Bereichen gearbeitet, angefangen als Assistentin der Geschäftsleitung bis hin zum sogenannten „Compliance Officer“, zuständig für Geldwäschebekämpfung sowie Daten- und Verbraucherschutz.

Nachdem ihr 2010 aufgrund von Umstrukturierungen gekündigt wurde, hatte Frau Djellouli-Della die Chance, ihr Leben völlig neu zu gestalten. Da sie bereits seit 2009 im Kunstverein Offenbach engagiert ist und ihr Lebenspartner, Horst Kolbinger, als freischaffender Künstler in Offenbach das „Atelier im Hinterhof“ betreibt, hat sie sich entschlossen, ihre Abfindung in den Ausbau des Ateliers zu investieren und dort Raum für Kunst zu schaffen. „Offenbach hat eine ungewöhnlich lebendige und interessante Kunstszene, hat aber eindeutig zu wenig Ausstellungsraum. Mein Traum ist es, die Stadt bundesweit als einen Ort bekannt zu machen, in dem zeitgenössische, lebendige und relevante Kunst geschaffen wird und die Entstehung hautnah erlebt werden kann“, so Frau Djellouli-Della. Ihre Ausstellungen sollen aber nicht nur Kunstexperten, sondern gerade Laien, die sich für Kunst interessieren, ansprechen - und dazu verleiten, Kunstwerke auch für sich zu erwerben und zu schätzen und damit Künstler zu unterstützen.

Um sich mit dem Konzept der Selbstständigkeit vertraut zu machen, hat die Unternehmerin zunächst mit Hilfe eines Coachings durch KIZ einen Businessplan erstellt. Dabei wurde bereits klar, dass es für ein derartiges Konzept einen langen Atem braucht und insbesondere die richtigen Verbindungen wichtig sind. Unter anderem hat sie bei einem Unternehmerabend im ostpol° einen Einrichtungsberater kennengelernt, bei dem sie Werke eines Künstlers ausstellen konnte. Dort hat sie auch ihre ersten Bilder verkauft. Inzwischen arbeitet Frau Djellouli-Della eng mit dem Stadtteilbüro Nordend zusammen und kann dort weitere Ausstellungen und Vernissagen durchführen.

Seit März 2011 hat Frau Djellouli-Della zehn Künstler ausgestellt, meist aus dem Bereich bildende Kunst, aber es gab auch eine spektakuläre Metall-Licht-Installation, eine Fotoausstellung sowie zwei sehr anregende Liederabende.  Spannende Aktionen geplant, wie eine Lesung im Oktober und eine Gruppenausstellung aller im Atelier engagierten Künstler und Schüler. Bei dieser Gelegenheit möchte Frau Djellouli-Della verschiedene Kunstdrucke, Poster und Kalender ausgewählter Künstler anbieten.

Kontakt:
Ulrike Djellouli-Della
Austraße 16
63065 Offenbach
069 80904865
udjellouli@gmail.com
www.artconnetionoffenbach.de


Die Planstation

Die Planstation - kreativ in Offenbach

Die Planstation wurde von Oliver Wittmann und Loimi Brautmann im Jahr 2010 ins Leben gerufen -  vornehmlich um Projektmanagement und -umsetzung des EFRE-Programms „Lokale Ökonomie“ in Offenbach zielgruppennah durchzuführen. Im Gegensatz zu anderen EFRE-geförderten Kommunen in Hessen wurde das Programm in Offenbach gezielt zur Förderung von Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft geplant. Ziel dieses Vorhabens ist die Förderung und Niederlassung von Kreativunternehmen in der Stadt. Außerdem soll eine höhere Dichte von Kreativschaffenden in einem ausgewählten Fördergebiet geschaffen werden, die dazu führen soll, dass die Akteure voneinander profitieren.

Die Planstation GbR hat die Aufgabe das grundsätzlich attraktive, jedoch komplexe Förderangebot den Akteuren der Zielgruppe zu vermitteln. Dieses Vorhaben stellte auch insofern eine bemerkenswerte Herausforderung dar, da die Zielgruppe aus sehr unterschiedlichen Sparten mit verschiedenen Bedürfnissen besteht. Dies macht es schwieriger, die Akteure zu erfassen und erfordert eine ständige Anpassung der Kommunikation, insbesondere, da die Aufgabe auch darin besteht, den Kreativschaffenden einen Ansprechpartner von kommunaler Seite aus anzubieten.

 Die Planstation begann 2011 mit dem Aufbau einer Struktur, die als Grundlage einer Anlaufstelle für Kultur- und Kreativunternehmen dienen soll. Die Planstation nutzte dazu bereits Strukturen der beteiligten Ämter (Amt für Wirtschaftsförderung, Forum Kultur und Sport, Amt für Arbeitsförderung u.a.) und kooperiert ferner mit wichtigen Einrichtungen wie der Hochschule für Gestaltung Offenbach oder dem regionalen Ansprechpartner des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, um eine möglichst große Bandbreite von Kreativen erreichen und vernetzen zu können. 

Damit wird deutlich, dass der Aufgabenbereich der Planstation weiterreicht: Es gilt grundsätzlich, gute Grundlagen für die Ansiedlung und Ballung einer kreativen Szene zu schaffen. Entscheidend sind hier die Basics, also essenzielle Grundlagen für ein gutes Arbeiten und Wohnen, attraktive Arbeitsstätten, ein gutes Netzwerk sowie eine gute für die Unternehmen relevante Infrastruktur, die bei Kultur- und Kreativschaffenden oft grundverschieden zu anderen Unternehmen ist. Die Planstation hat sich, neben der Betreuung der Kunden durch das Förderprogramm, das Etablieren einer Anlaufstelle für Kreative zum Ziel gesetzt. Eine der ersten Schritte hierzu soll mittelfristig der Aufbau eines so genannten „Front Office für die Kreativwirtschaft“ sein. Das Front Office soll die vorhandenen Infrastrukturen der Stadt für die kreative Klientel zugänglicher machen. 

Das bekannte Team der Planstation, bestehend aus Oliver Wittmann und Loimi Brautmann, wird im August Verstärkung erfahren. Ergänzt wird das Team um den Kulturmanager Oliver Kremershof, der sich fortan gleichermaßen für die Ziele der Planstation und damit für das kreative Umfeld in Offenbach engagieren wird.


klaus kob kreativkarton - Von wegen alte Schachteln...

klaus kob kreativkarton - Von wegen alte Schachteln...

Schachteln haben es ihm angetan. Doch wer glaubt, hier bei klaus kob kreativkarton in der dritten Etage des Offenbacher ostpol° alte Schachteln zu finden, der irrt.
Modern ist es hier und modern sind auch seine Verpackungsideen.  
Nicht abgehoben dafür kreativ und von Format.

Kreativ verschachtelt mochte er es schon immer. Bis 2004 war Klaus Kob Verpackungsdesigner in der Faltschachtelindustrie. Verpackungsentwicklung, Sonderkonstruktionen und Musterbau für namhafte Unternehmen aus den Bereichen Kosmetik, Pharmazie und Büroartikel. Als sein Arbeitgeber nach England umzog stellte er jedoch seine ausgeprägte Liebe zum Festlande fest und blieb – hier in Offenbach. Und nun? Das machen, was er richtig gut kann – Verpackungen aus Karton entwickeln.

Die Idee ist geboren. Jedoch für Klaus Kob zu wenig, um erfolgreich in die Selbständigkeit zu starten. Mit Unterstützung der Experten von KIZ und der IHK machte er sich fit in Sachen Unternehmensgründung. Marketing, Finanz- und Wirtschaftsplan sowie Grundlagen der Buchhaltung standen auf dem Tagesplan. Und mit der Strategie kamen auch die Kunden. Innerhalb kurzer Zeit konnte er sich wieder ganz dem Schachtelbau widmen. „Ohne Plan und Strategie wäre das so schnell nicht möglich gewesen“, so Kob. „Ich hätte mich im wahrsten Sinne des Wortes verschachtelt“.

Heute gehören Werbeagenturen, Eventveranstalter, Banken, Versicherungen, Hotels, Druckereien u.v.m. zu seinen Kunden und wissen zu schätzen, dass sie bei Klaus Kob keine Lagerware sondern maßgeschneiderte individuelle Einzelfertigungen erhalten. Immer mehr Unternehmen möchten ihrem Präsent oder ihrem Mailing mit einer passenden Hülle die nötige Aufmerksamkeit oder Wertschätzung verschaffen. Doch nicht immer werden gleich 1.000 Stück davon gebraucht.

Wenn Verpackungshersteller wegen zu geringer Auflagen den Kopf schütteln, dann fangen Kobs Augen an zu leuchten. Seine Verpackungen sind zwar nicht für jeden ein Schnäppchen, aber die Schachtelmanufaktur macht es möglich und kommt ohne die teuren Werkzeugkosten der Industrieherstellung aus. Damit sind Auflagen ab 50 Stück rentabel.

Klaus Kob der Schachtelmacher bleibt seinem Standort Offenbach gern treu. „Ich habe viel Unterstützung gerade in der Zeit der Unternehmensgründung hier erfahren. Als ich mich Ende 2011 nach neuen Räumen umsah, war für mich klar, dass ich in Offenbach bleibe.“ Seit Januar 2012 ist Kob ostpol° - Mieter und hat nach seinen Aussagen nicht nur ein großes, lichtdurchflutetes Atelier bekommen, sondern ein sehr inspiratives Umfeld mit supernetten kreativen Nachbarn. 

 
Klaus Kob
Geschäftsführer von Kreativkarton
Hermann-Steinhäuser-Str. 43-47
63065 Offenbach am Main
Tel.: 069 850 96 950
kontakt@kreativkarton.de
www.kreativkarton.de